Ö-Botschaft in London riet zu Umgehung von Landeverbot

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Das von der Regierung eben erst verlängerte Landeverbot für Flüge aus Großbritannien dürfte leicht umgangen werden. In einer der APA vorliegenden Nachricht an eine Österreicherin schlägt die Botschaft in London eine Ausweichroute vor. Es sei zur Zeit möglich, „über Frankreich auszureisen, wenn ein neg. Covid-19-Test vorgewiesen wird und eine ‚travel declaration‘ unterzeichnet wird“, heißt es darin.

Die Nachricht eines Mitarbeiter der Botschaft in London an die Auslandsösterreicherin in Großbritannien stammt vom 8. Jänner dieses Jahres. Zu diesem Zeitpunkt war klar, dass das Landeverbot für Flüge aus London bis mindestens 10. Jänner gültig ist. Mittlerweile wurde die Maßnahme bis 24. Jänner verlängert, auch Reisende aus Südafrika sind davon betroffen.

Für FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz ist durch dieses Schlupfloch das Landeverbot aus London somit „wertlos und reine Show“, wie er zur APA sagte, denn: „Sogar Botschaften und hochrangige Diplomaten raten mittlerweile schon, die absurden Placebo-Maßnahmen zu umgehen und liefern dazu von offizieller Stelle die Gebrauchsanweisung.“ Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sei nicht mehr fähig, das Land zu führen und schädige das Ansehen Österreichs auch im Ausland.

Erst am Montag war bekanntgeworden, dass das Außenministerium den registrierten Auslandsösterreichern ein Schreiben zukommen hat lassen, wonach ab Freitag bei allen Einreisen eine Online-Registrierung im Voraus erforderlich ist. Dabei müsse auch angegeben werden, wo man sich in den Tagen vor der Reise aufgehalten habe - gerade um Umgehungsversuche zu verhindern.

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