Mindestens 40 Tote bei israelischen Luftangriffen in Syrien

Bei schweren israelischen Luftangriffen im Osten Syriens sind Aktivisten zufolge mindestens 40 Menschen getötet worden. Die Flugzeuge hätten in der Nacht auf Mittwoch Stellungen der syrischen Armee und verbündeter Milizen bombardiert, darunter auch Waffenlager, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete, es seien Ziele in der Stadt Deir Ezzor und dem Grenzort Albu Kamal angegriffen worden.

Insgesamt flog die israelische Luftwaffe 18 Angriffe, wie die Menschenrechtler berichteten. In westlichen Geheimdienstkreisen war am Mittwoch von einem der größten israelischen Einsätze in Syrien seit mehreren Monaten die Rede. Bei den Toten handle es sich um neun Soldaten und 31 Kämpfer verbündeter Milizen, darunter Anhänger der libanesischen Hisbollah. Diese wird vom Iran unterstützt und kämpft im syrischen Bürgerkrieg an der Seite der Regierungstruppen.

Die Beobachtungsstelle mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen aus einem Netz von Informanten vor Ort. Ihre Angaben lassen sich von unabhängiger Seite oft kaum überprüfen.

Die israelische Armee äußerte sich nicht zu den Berichten, wie üblich in solchen Fällen. Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 hat das israelische Militär bereits Hunderte Luftangriffe gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten geflogen. Vergangenes Jahr wurden nach Armeeangaben 50 Ziele bombardiert.

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