Feuerwehr Reutte: Jeder Alarm fordert viel Flexibilität

Die Feuerwehr Reutte blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Die Einsatzzentrale wurde erweitert, ein neues Fahrzeug soll folgen.

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70 technische Einsätze forderten die Feuerwehr Reutte 2020 – im Bild ein Verkehrsunfall mit umgekipptem Betonmischer im Juli.
© Tschol

Von Simone Tschol

Reutte – Covid-19 ist auch an den Feuerwehren nicht spurlos vorübergegangen. Der Übungsbetrieb musste eingestellt, Ausbildungen und Schulungen abgesagt bzw. konnten nur in Kleinstgruppen durchgeführt werden. Auch der Ablauf bei Einsätzen musste den Schutz- und Hygienevorschriften angepasst werden. Die Generalversammlung fiel ebenso Corona zum Opfer. Stattdessen gab es den Jahresrückblick in schriftlicher Form. „Solche ungewöhnlichen Zeiten fordern von uns Improvisation, Kreativität und in gewissem Maß, situationselastisch zu handeln“, zieht Alexander Ammann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Reutte, Bilanz über das abgelaufene Jahr 2020.

Die Zahl der Einsätze war rückläufig. Insgesamt 97-mal wurden die Florianijünger alarmiert. 70-mal rückten sie zu technischen Einsätzen aus, zwölfmal zu Brandereignissen. Die Statistik komplettieren 15 Täuschungsalarme.

Trotz aller auferlegten Einschränkungen war die Mannschaft auch in der Freizeit nicht untätig. Unzählige Arbeitsstunden wurden in den Aus- und Umbau der Räumlichkeiten im zweiten Stock des Einsatzzentrums gelegt. Dadurch konnten ein Jugendraum, ein Untersuchungszimmer, ein Bekleidungslager, ein WC geschaffen und die Büroräume von bfi und Kommando Reutte in die ehemalige Hausmeisterwohnung übersiedelt werden. Auch mit der Erweiterung der „Florianstube“ wurde begonnen. Diese soll voraussichtlich im Februar 2021 wieder genutzt werden können.

Mitte des Jahres soll auch die Kaufentscheidung für ein neues Löschfahrzeug fallen. „Diesbezüglich gab es bereits erste Besprechungen mit dem Bürgermeister, dem Bezirksfeuerwehrinspektor, den Aufbaufirmen und sogar einen Lokalaugenschein mit einem interessanten Aufbaumusterfahrzeug der FFW Wenns im Pitztal“, erklärt Ammann, der gemeinsam mit seinem Führungsteam positiv gestimmt ins neue Jahr geht. Schließlich gibt es heuer Grund zu feiern – die Jugendfeuerwehr Reutte wurde vor 25 Jahren gegründet. Ammann: „Wir sehnen uns aber auch nach einer gewissen Normalität, um unser kameradschaftliches Miteinander wieder aufleben zu lassen.“

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