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Corona-Fälle und Tourismus: „Passt nicht zu sicherem Urlaubsland“

Mit Jochberg ist der Tourismus wieder in Erklärungsnotstand. Die Wintersaison ist laut Experten nicht mehr zu retten.

Die Wintersaison ist laut Experten nicht mehr zu retten.
© APA

Innsbruck – Wenn’s laft, dann laft’s. Das könnte man fast auf den Tourismus ummünzen. Zuerst Ischgl, dann Gedränge am Lift, wenn auch in Ostösterreich, und nun zum Drüberstreuen: Jochberg. Die britische Boulevardpresse berichtet nach dem Aufpoppen der Briten-Variante des Virus, dass die Engländer auf Dauerparty in Tirol gewesen seien. Drei positiv Getestete von 1000 in Jochberg lassen anderes vermuten.

„Einen Imageschaden durch Jochberg sehe ich keinen“, sagt Hubert Siller, Tourismusforscher am MCI. „Die Bilder passen aber nicht in das Bild eines verantwortungsvollen Gastgebers.“ Um ein solches Bild zu zeichnen, hat die Bundesregierung tief in die Kasse gegriffen und via wöchentlichen PCR-Tests unter Tourismusmitarbeitern im Sommer versucht, Österreich als sicheres Urlaubsland zu positionieren. Seilbahner, Hoteliers und Gastwirte haben zudem viel Geld in Sicherheitskonzepte investiert.


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