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Der TT-Ombudsmann: Zweierlei Maß bei der GIS

Entgegen politischer Versprechungen müssen Vermieter von Ferienwohnungen auch während des Lockdowns weiterhin Fernsehgebühren bezahlen. Die Aufregung ist groß.

Die Ferienwohnungen sind wegen der Pandemie weiterhin geschlossen, im vergangenen Jahr blieben Einnahmen von sieben Monaten aus.
© TT/Böhm

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – „Wir werden täglich mit Anrufen und E-Mails bombardiert. Der Unmut ist groß.“ Theresia Rainer, Landesobfrau des Privatvermieterverbands Tirol, hat derzeit alle Hände voll zu tun, die Beschwerden aufgebrachter Mitglieder entgegenzunehmen. Grund sind die Fernsehgebühren, die Vermieter von Ferienwohnungen bezahlen müssen – auch während des pandemiebedingten Lockdowns. „Dabei hat Tourismusministerin Elisabeth Köstinger verkündet, dass behördlich geschlossene Betriebe keine GIS-Gebühren bezahlen müssen.“

Auf der Website des Ministeriums heißt es unter dem Titel „Maßnahmenpaket für den Tourismus“, dass es der Ministerin „ein großes Anliegen“ sei, der Branche „in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen und sie bestmöglich zu unterstützen“. Einer der aufgeführten Punkte: „Die GIS akzeptiert bei Schließungen von Unternehmen aufgrund der Corona-Krise eine Abmeldung.“ Doch das gilt offensichtlich nicht für Vermieter von Ferienwohnungen.


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