AK Schwaz und Landeck: Sorgen der Arbeitnehmer verändern sich

Naturgemäßg kaum touristische Anfragen in der AK Schwaz und Landeck. Finanzielle Hilfe ist aufgrund steigender Arbeitslosigkeit aber immer öfter gefragt.

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Bei der AK Tirol treffen mehr Anfragen zum Unterstützungsfonds ein.
© Böhm

Von A. Dähling und H. Wenzel

Schwaz, Landeck – Deutlich weniger Parteienverkehr als sonst üblich um diese Zeit herrscht in den Räumen vieler Arbeiterkammer-Geschäftsstellen.

„Die Anfragen bei uns haben sich halbiert. Ich vermute, das liegt daran, dass weniger Menschen beschäftigt sind und der Rest froh ist, den Arbeitsplatz zu behalten“, sagt der Schwazer AK-Leiter Andreas Herzog. Kleinere Differenzen im Beschäftigungsverhältnis würden daher wohl eher geschluckt. Aber auch die vielen Lockdowns, die besonders die Tourismusbranche getroffen haben, wirken sich auf die Arbeit der Arbeiterkammer aus. Fragen zu Endabrechnungen und neuen Verträgen in Hotels und Gastronomie, die sonst ein Dauerbrenner in der Schwazer AK sind, fallen aufgrund der geschlossenen Betriebe nun so gut wie ganz weg. Aber auch die Fragen zur Kurzarbeit, mit denen die AK-Berater im vergangenen Frühling oft beschäftigt waren, nahmen rapide ab. „Bis vor einem halben Jahr gab es zu den Abrechnungen in der Kurzarbeit noch viele Fragen. In den letzten drei Monaten waren deshalb grob geschätzt zehn Arbeitnehmer bei uns“, meint Herzog. Dass die Handlungsanweisung des Bundes für Steuerberater zig Seiten umfasst, zeige, wie schwierig es sei nachzuprüfen, ob die Abrechnungen stimmen. „Die Menschen haben jetzt andere Sorgen“, mutmaßt Herzog als Grund für den Rückgang der Anfragen.

Beim achtköpfigen Team der AK-Bezirksstelle Landeck klopfen derzeit ebenfalls nur selten Mitarbeiter an, die normalerweise Tourismusjobs haben. Von „Unterbeschäftigung“ könne trotzdem keine Rede sein. Unter den 22.000 unselbstständig Beschäftigten (derzeit sind 4000 davon arbeitslos) gebe es arbeits- und sozialrechtliche Verstöße „am laufenden Band“, wie AK-Bezirksstellenleiter Peter Comina hervorhob. „Eigentlich kommen die Leute mit allen Problemen zu uns, bei denen wir Unterstützung anbieten können.“ Das betreffe Konsumentenfragen ebenso wie die neue Arbeitnehmerveranlagung für das Jahr 2020.

„Derzeit kommen wegen der Corona-bedingten Arbeitslosigkeit immer mehr Anfragen bezüglich finanzieller Hilfe aus dem Unterstützungsfonds der AK und des Landes“, stellte Comina fest.

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