Regierung entscheidet über Corona-Lockdown

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Nach einem Gesprächsmarathon entscheidet die Regierung am Wochenende über die weitere Vorgangsweise in Sachen Corona-Pandemie. An Lockerungen ist angesichts der neuen Virusmutation nicht mehr gedacht, Kärntens Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) rechnete nach einem Treffen der Länder mit dem Kanzler mit der Verlängerung des Lockdowns „bis weit in den Februar hinein“. Die Regierung berät Samstag noch mit Experten und Sozialpartnern, am Sonntag ist die Entscheidung zu erwarten.

Nachdem zuletzt auch in Österreich immer mehr Verdachtsfälle der ansteckenderen britischen Virusvariante auftraten - und Freitag ein steirischer Fall bereits definitiv bestätigt wurde - waren sich die Landeshauptleute und Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) in ihrer langen Unterredung Freitagabend einig, dass die Situation jetzt sehr angespannt ist. Für die von vielen erhofften Lockerungen sei das Risiko einer schnellen Ausbreitung der neuen Virusvariante zu groß, sagte Kaiser zur APA.

Wissenschafter gehen bereits jetzt von einer größeren Verbreitung der Virusmutation aus, weil die Infektionszahlen auch nach drei Wochen Lockdown noch hoch sind. Die Meinungen der Fachleute holt die Regierung bei einer Gesprächsrunde am Samstagvormittag ein, die geladenen Experten geben anschließend im Kanzleramt ein Pressestatement ab. Danach berät sich die Regierung noch mit den Sozialpartnern. Für Sonntag ist eine Pressekonferenz der Regierung in Aussicht genommen.


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