Laschet und Merz in Stichwahl um CDU-Vorsitz

Im Kampf um den CDU-Vorsitz gibt es auf dem digitalen Parteitag eine Stichwahl zwischen Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Im ersten Wahlgang bekam am Samstag keiner der drei Kandidaten die erforderliche absolute Mehrheit. Der Außenpolitiker Norbert Röttgen belegte den dritten Platz und ist damit aus dem Rennen um den Chefsessel der deutschen Christdemokraten.

Merz kam auf 385 Stimmen, Laschet auf 380 Stimmen und Röttgen auf 224 Stimmen. Es gab 3 Enthaltungen, 992 Stimmen wurden abgegeben.

Laschet hatte in seiner Bewerbungsrede seine Erfahrung als Regierungschef betont. „Man muss das Handwerkszeug einer Politik der Mitte beherrschen.“ Laschet verwies auf die Verhandlungen zum Kohleausstieg oder den Kampf gegen Kriminalität in Nordrhein-Westfalen. Laschet hat als einziger der drei Bewerber um den Parteivorsitz ein Regierungsamt.

Merz hatte in seiner Rede für den Fall seiner Wahl zum CDU-Vorsitzenden indirekt auch die Kanzlerkandidatur für sich beansprucht. Sein Anspruch sei „Führung dieser Partei, aber auch Führung unseres Landes“, sagte er. „Wir sind als deutsche Christdemokraten fest entschlossen, diese nächste deutsche Bundesregierung auch wieder zu führen.“


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