Kärnten impft am Wochenende Über-80-Jährige

  • Artikel
  • Diskussion

In Kärnten hat am (heutigen) Samstag die Immunisierung der über 80-Jährigen, die nicht in Heimen leben, begonnen. Die Impfungen gegen das Coronavirus finden in den Kundenservicestellen der Österreichischen Gesundheitskasse in den acht Bezirksstädten statt. 25.000 Menschen haben sich dafür angemeldet, laut Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) sind das 83 Prozent der Angehörigen dieser Altersgruppe. Für das erste Wochenende stehen 1.800 Impfdosen zur Verfügung.

Wie schon beim Impfauftakt in den Heimen waren Journalisten und Kameraleute nicht zugelassen. Der Landespressedienst berichtete über Reaktionen der Beteiligten. Hildegard Strempfl war eine der ersten, die in Klagenfurt die Impfung erhielt. „Ich bin sehr glücklich“, betonte Strempfl nach der Impfung, die bei ihr sehr gut verlaufen sei und auch nicht wehgetan habe. Und sie wolle noch der Bevölkerung mitteilen, dass sich jeder impfen lassen soll. Wer die erste Teilimpfung erhält, bekommt auch gleich den Termin für die Verabreichung der zweiten Dosis drei Wochen später.

Wer von den Angemeldeten an diesem Wochenende nicht drankommt, wird in den kommenden Wochen von der ÖGK wegen eines Impftermins kontaktiert. Die ältesten Personen werden bei der Terminvergabe vorgereiht. Geimpft wird nur, wer einen Termin hat. Bettlägerige Patientinnen und Patienten können erst in einer zweiten Phase drankommen, weil der derzeit verwendete Impfstoff nach der Auflösung nicht transportgeeignet ist und somit Hausbesuche momentan nicht möglich sind.

Georg Steiner, Landesstellenausschussvorsitzender der ÖGK in Kärnten, zeigte sich erfreut über den großen Zuspruch: „Corona hat unser aller Leben verändert und die Schutzimpfung ist das Mittel, um die Pandemie wirkungsvoll zu beenden.“ Die ÖGK führe die Impfaktion in Kooperation mit dem Land Kärnten durch, 50 Personen seien insgesamt in den acht Bezirksservicestellen im Einsatz. Von den elf Impfteams stellt eines die ÖGK, die Mediziner für die weiteren zehn wurden über die Kärntner Ärztekammer organisiert. Mit dabei seien auch Kräfte des Roten Kreuzes. In Klagenfurt war vom Roten Kreuz Thomas Pawlik mit seinem Team im Einsatz. „Wir bereiten den Impfstoff vor und geben ihn spritzfähig weiter“, erklärte er.

Über die weiteren Impftermine werden ÖGK und Land laufend informieren. Am Impftag selbst sollen die Personen möglichst pünktlich zum jeweiligen Termin erscheinen, um Menschenansammlungen zu vermeiden, die Schutzmaßnahmen sind Bedingung. Die zu impfenden Personen müssen am Tag der Impfung gesund sein und dürfen maximal eine Begleitperson zur Unterstützung dabeihaben. Mitzubringen sind die e-card, ein Lichtbildausweis und ein Mund-Nasen-Schutz. Es werden nur Personen geimpft, die auch einen Termin haben.

Der Ablauf ist standardisiert. Nach der Anmeldung erhält man einen Aufklärungs- und Datenbogen. Danach wird Fieber gemessen, dann geht es in die Impfstraße, wo noch einmal eine kurze Impfaufklärung und Abfrage etwaiger Allergien und bekannter Impfreaktionen erfolgt. Nach der Impfung gibt es die Möglichkeit, sich 15 bis 30 Minuten hinzusetzen. In diesem Bereich stehen für die Geimpften Getränke, Bananen und Traubenzucker bereit.


Kommentieren


Schlagworte