Teilnehmer der Anti-Corona-Demos in Wien sammelten sich

  • Artikel
  • Diskussion

Samstagmittag haben sich am Maria-Theresien-Platz in der Wiener Innenstadt die ersten Teilnehmer der Anti-Corona-Demos versammelt. Gegen 12.30 Uhr waren es rund 300 Personen, die an der dort angemeldeten Versammlung teilnehmen wollten, sagte Polizeisprecher Markus Dittrich zur APA. Die Kundgebung war von 11.00 bis 22.00 Uhr anberaumt. Am Heldenplatz, wo die größte Kundgebung der Anti-Corona-Aktivisten stattfinden sollte, liefen unterdessen die Vorbereitungen.

Der Start des Protests war dort für 14.00 Uhr anberaumt. Ebenfalls in der Vorbereitung befand sich die Gegenkundgebung am Graben. Dort sollte es gegen 13.00 Uhr losgehen.

Die Anti-Corona-Proteste dürften allerdings nicht so ausufernd werden, wie das die Veranstalter ursprünglich beabsichtigt haben. Wie Polizeisprecher Markus Dittrich am Vormittag vor Journalisten sagte, hätten die Veranstalter die Sternmärsche, die aus mehreren Richtungen zum Heldenplatz gehen sollten, abgesagt. Es finden daher nur die Kundgebungen auf und rund um den Heldenplatz statt. Dem Polizeisprecher zufolge wollten die Manifestanten einen kurzen Marsch auf dem Ring absolvieren und dann wieder zum Heldenplatz zurückführen.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) hatte am Freitag vor einem „nicht zu unterschätzenden Konfliktpotenzial“ gewarnt. Mehrere „radikale Gruppen“ hätten zu Versammlungen aufgerufen, darunter sollen sich laut Verfassungsschutz sowohl rechts- als auch linksextremistische Gruppierungen befinden. Unter anderem würden sich unter den mobilisierenden Gruppierungen Vertreter des Schwarzen Blocks, aber auch staatsfeindliche Verbindungen wie die Reichsbürger-Bewegung befinden. Von rechtsextremer Seite wurden vor allem die Identitäre Bewegung und „Die Österreicher DO5“ genannt.


Kommentieren


Schlagworte