Trauer und Triumph auf dem zweithöchsten Berg der Welt

Einem Team von zehn nepalesischen Sherpas hingegen gelang am Samstag die erste Winterbesteigung. Ein Spanier ist aber tödlich verunglückt.

Der nepalesische Bergsteiger Sona Sherpa auf dem Gipfel des K2. Die bunten Punkte sind die Expeditionszelte im Basislager.
© Seven Summit Treks

Islamabad – Beim Versuch, den K2 erstmals im Winter zu besteigen, ist der spanische Extrembergsteiger Sergi Mingote tödlich verunglückt. „Er wollte Geschichte schreiben (...) und ein tragischer Unfall setzte seinem Leben ein Ende“, twitterte der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez.

Einem Team von zehn nepalesischen Sherpas hingegen gelang am Samstag die erste Winterbesteigung. Der Sekretär des Alpinclubs von Pakistan (ACP), Karrar Haidri, erzählte gestern, sie seien um 1 Uhr Ortszeit (Freitag, 21 Uhr MEZ) zum Gipfelsturm gestartet und hätten die Spitze um 16.56 Uhr Ortszeit erreicht. Mingote sei etwa zur gleichen Zeit verunglückt. Der Spanier sei auf dem Weg zurück ins Basislager ungefähr 800 Meter tief abgestürzt. „Ein Armeehubschrauber hat das Basislager erreicht, um den Körper des Bergsteigers zurückzubringen“, sagte er weiter.

Der 8611 Meter hohe Gipfel im Karakorum in Pakistan ist der zweithöchste Berg der Welt. Der K2 nahe der Grenze zu China war bisher der einzige der 14 Achttausender der Welt, der noch nie im Winter erklettert wurde. Derzeit sind 50 Bergsteiger aus aller Welt in drei internationalen Expeditionen im Basislager.

Der Berg wurde 1954 zum ersten Mal bestiegen. Er gilt als weit anspruchsvoller als der knapp 8849 Meter hohe Mount Everest, der höchste Berg der Welt. Gründe sind unter anderem die steile Route und die Lawinengefahr. Bisher haben ihn nur rund 300 Menschen bestiegen. 2008 wurden elf Bergsteiger von einer Lawine getötet. (TT, APA, dpa)

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