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Impfplan in Tirol nicht befolgt: Platter mahnt, Strategie unbedingt einzuhalten

Für Ärger sorgen „außertourliche“ Impfungen außerhalb der Risikogruppen: Der Bürgermeister von Kematen und seine Frau wurden schon geimpft. Auch Bauhofmitarbeiter in Langkampfen und Rum.

In Tirol wurde jetzt auch der zweite Impfstoff von Moderna geliefert, deshalb wurden in acht Gemeinden bereits die über 80-Jährigen geimpft.
© Thomas Boehm / TT

Innsbruck – Quer durch Tirol häufen sich Beschwerden über Vorreihungen von Personen, die nicht einer Risikogruppe angehören. Der Fehler: Zum Teil wird zu viel Impfstoff bestellt, wie im Altenheim Unterperfuss. Deshalb erhielten auch der Obmann des Altenheimverbandes und Kemater Bürgermeister sowie seine Frau eine Corona-Impfung. Rudolf Häusler verweist darauf, dass er nach einer Herzoperation zur Risikogruppe gehöre. Die Einteilung habe eine Ärztin vorgenommen.

Das Land reagierte auf den Unmut. Man erwarte sich von allen Beteiligten, „dass die definierten Impfphasen gemäß Tiroler Impfstrategie im Detail eingehalten werden und vor allem jene Personen prioritär eine Covid-Impfung erhalten, die sie am dringendsten benötigen“, heißt es. In einem Schreiben an die Alten- und Pflegeheime sowie Gemeinden wird appelliert, genau zu kalkulieren und nicht benötigte Impfdosen „unbedingt“ an Personen über 80 Jahre zu verimpfen.


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