Schlagen Djokovic und Thiem beim Davis Cup in der Innsbrucker Olympiahalle?

Der ÖTV will das Davis-Cup-Finalturnier (25.11. bis 5.12.) nach Österreich holen. Schauplatz soll aufgrund seiner Höhenlage Innsbruck werden.

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem könnte noch heuer im Davis-Cup-Finale in Innsbruck aufschlagen.
© gepa

Von Roman Stelzl

Innsbruck – Madrid liegt auf gut 680, Innsbruck auf etwa 570 Höhenmetern – de facto ein unbedeutender Vergleich, wäre da nicht die Tatsache, dass Tirols Landeshauptstadt eben jene Höhenlage einen Auftritt der Tennis-Stars Novak Djokovic, Dominic Thiem und Alexander Zverev bescheren könnte.

Schon seit Längerem geht das Gerücht um, dass das in Madrid beheimatete Davis-Cup-Finalturnier, bei dem es bei der Premiere 2019 um satte 15,34 Mio. Euro Preisgeld ging, auf mehrere Städte ausgelagert werden soll. Nachdem die Auflage 2020 abgesagt wurde, arbeitet der Weltverband (ITF) samt Vermarkter Kosmos an der Ausgabe für 2021 – und dort sollen (auch) aufgrund der Covid-19-Pandemie zwei weitere europäische Städte als Austragungsort der Gruppenspiele der 18 Teams dienen.

Einer davon könnte Innsbruck sein, genauer die Olympiahalle, die den Davis Cup schon zweimal beheimatet hat. „Wir haben die Interessenbekundung abgegeben und wollen uns um die Ausrichtung bewerben. Am Montag erhalten wir die genauen Unterlagen, dann wissen wir mehr“, erklärt Thomas Schweda, Geschäftsführer des Österreichischen Tennis-Verbandes (ÖTV). Noch wisse man nicht genau, was erwartet wird – es sickerte aber durch, dass ein Hauptaugenmerk die im Tennis so wichtige Höhen­lage (Absprungverhalten des Balles) ist. Wie gesagt: Die ist ähnlich wie in Madrid.

Thomas Schweda, Geschäftsführer des Österreichischen Tennis-Verbandes (ÖTV).
© gepa

Geht also Österreich, das in der Gruppe gegen Serbien (Djokovic) und Deutschland (Zverev) spielt, wie vorgesehen ins Rennen um die Ausrichtung (zwei Gruppenphasen, ein Viertelfinale), dann wohl mit Tirol. „Innsbruck wäre der einzige Kandidat für uns, wenn wie erwartet die Höhenlage ein Kriterium sein wird. Sonst werden wir es ausschreiben“, so Schweda.

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Hauptkriterium wird aber sein, wie lukrativ das Paket für ITF und Kosmos sein wird und kann. Hier wird es die Unterstützung von Bund, Land und Stadt brauchen, ein gerade in Zeiten wie diesen heikles Thema. „Ich gehe davon aus, dass wir die entsprechende Unterstützung bekommen werden. Sportminister Werner Kogler hat sicher ein offenes Ohr für eine so hochqualitative Veranstaltung“, sagt ÖTV-Präsident Magnus Brunner, der ergänzt: „Das ist vom Stellenwert her vergleichbar mit der Fußball-EURO 2008. Das ist ein­e Riesenchance.“

Auch bei der Olympiaworld Innsbruck fühlte man bereits vor, Geschäftsführer Matthia­s Schipflinger bekundete sofort Interesse. „Das wäre eine Mega-­Geschichte für uns. Aber es gab noch keine vertiefenden Gespräche, aber wir sind bereit“, so Schipflinger. Die Olympiahalle stünde zum genannten Zeitpunkt auf jeden Fall zur Verfügung.


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