Volksschauspiele Telfs: Endspurt bei der Suche nach Geschäftsführer

Vier Bewerbungen für die kaufmännische Leitung der Volksschauspiele Telfs sind bisher fix. Interimsleiter Thomas Gassner dürfte sehr gute Chancen haben.

Thomas Gassner ist im Rennen.
© Andreas Rottensteiner / TT

Telfs – Spätentschlossene müssen sich beeilen: Am 29. Jänner, Schlag 12 Uhr mittags endet die Bewerbungsfrist für die Geschäftsführung der Tiroler Volksschauspiele in Telfs. Diese Funktion ist nach den Wirren des Dezembers bis Ende März interimistisch mit dem Tiroler Kulturinsider Thomas Gassner besetzt.

Nach einem Zerwürfnis mit dem erst im Sommer 2020 bestellten künstlerischen Leiter Christoph Nix hatte die vormalige Geschäftsführerin Ruth Haas entnervt das Handtuch geworfen. Sie verabschiedete sich mit Kritik an Nix’ Arbeit, der deutsche Theatermacher und Anwalt droht­e umgehend mit Klage.

Der Telfer Bürgermeister Christian Härting installierte in dieser Lage Thomas Gassne­r als Einspringer für die kaufmännische Leitung des Theaterfestivals. Ende 2020 wurde der Geschäftsführerposten, mit einem Mindestgehalt von 50.000 Euro brutto pro Jahr dotiert, dann öffentlich ausgeschrieben.

Drei Bewerbungen sind laut Härting bisher eingelangt. Eine kommt fix noch dazu: Interimsleiter Thomas Gassner wird sich „mit Sicherheit auch noch bewerben“, wie er gestern der TT bestätigte.

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Beim Studium des Ausschreibungstextes sticht ins Auge, dass das gesuchte Anforderungsprofil der Bewerber bestens auf Aushilfs-Chef Thomas Gassner zutrifft. Erwartet werden „eine betriebswirtschaftliche akademische Ausbildung“, „betriebswirtschaftliches Denken und Handeln“ und „Erfahrung im Bereich Theaterproduktionen, Kunst- und Kulturveranstaltungen“. Damit kann Gassner locker aufwarten: Er ist Magister der Betriebswirtschaft und als Mitarbeiter des Tiroler Theaterverbandes sowie als Regisseur und Schauspieler, unter anderem als ein Drittel des Comedy-Trios „Feinripp Ensemble“, auch ein Theater-Profi.

Eine maßgeschneiderte Ausschreibung also? „Nein!“, beteuert BM Härting: „Das wurde zufällig so formuliert und klingt unglücklich, natürlich sind auch Bewerber anderer Studienrichtungen willkommen.“ Der oder die Neue soll am 1. April starten und einen mehrjährigen Vertrag erhalten. Das Budget der Volksschauspiele beträgt fast eine Million Euro. (mark)


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