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Mehr als 30 Tote bei Doppelanschlag in Bagdad

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Bei einem schweren Doppelanschlag in der irakischen Hauptstadt Bagdad sind am Donnerstag mindestens 32 Menschen getötet und mehr als 110 weitere verletzt worden. Das sagte der Leiter des Zivilschutzes, Kadhim Buhan, nach dem Angriff gegenüber Journalisten. Die beiden Attentäter hätten sich während einer Verfolgungsjagd mit Sicherheitskräften auf einem Marktplatz in die Luft gesprengt, sagte Armeesprecher Jahia Rasul.

Zu der Tat im Viertel Bab al-Sharki im Stadtzentrum bekannte sich zunächst niemand. Videos von den Augenblicken nach den Explosionen zeigten mehrere Tote und Verletzte auf einem Marktplatz liegend. Retter versorgten die Opfer. Auf dem Boden waren Blutpfützen zu sehen. Es war der schwerste Selbstmordanschlag im Irak seit mehr als einem Jahr.

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Papst Franziskus sprach von einem „sinnlosen Akt der Brutalität“. Das katholische Kirchenoberhaupt plant für Anfang März eine Reise in das Land. Der Papst sei „zutiefst betrübt“ gewesen, als er von dem Attentat in der Hauptstadt Bagdad mit vielen Toten und Verletzen erfahren habe, teilte der Kirchenstaat am Donnerstag mit. „Er bedauert diesen sinnlosen Akt der Brutalität und betet für die Toten und ihre Familien, für die Verletzten und das anwesende Rettungspersonal“, hieß es in einem Telegramm des Vatikans an den irakischen Präsidenten Barham Salih. Das Schreiben war von Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin unterzeichnet.

Der 84-jährige Franziskus will vom 5. bis 8. März in das Land und unter anderem auch nach Bagdad fahren. Das hatte der Vatikan im Dezember 2020 angekündigt. Der Irak leidet noch immer unter den Folgen des Kampfes gegen die sunnitische Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), die zwischen 2014 und 2017 große Gebiete im Norden und Westen des Iraks beherrscht hatte. Einer der schwersten Anschläge der vergangenen Jahre ereignete sich im Jänner 2018, als zwei Attentäter auf einem belebten Marktplatz in Bagdad 38 Menschen töteten.

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Die irakischen Sicherheitskräfte konnten den IS mit internationaler Unterstützung - insbesondere der USA - militärisch besiegen. Zellen der Terroristen sind aber weiterhin aktiv und verüben regelmäßig Anschläge. In Bagdad kam es in vergangenen Monaten zudem immer wieder zu Raketenangriffen, die sich auch gegen irakische Militärstützpunkte richteten, die von US-Truppen genutzt werden. Meist stecken dahinter lokale Milizen, von denen manche vom Nachbarland Iran unterstützt werden.


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