Mit „Tierbestattung Engelspfote“ direkt in den Tiroler Tierhimmel

Junge Oberländerin will für einen würdevollen Abschied von geliebten Wegbegleitern sorgen und lässt kleine und große Tiere kremieren.

(Symbolbild)
© Fiegl

Von Thomas Parth

Haiming, Ötztal-Bahnhof – Wenn die Schmusekatz­e stirbt oder wenn der bekanntlich „beste Freund des Menschen“ seine Hundejahr­e aufgebraucht hat, leiden die Besitzer unter dem Verlust eines „Familienmitgliedes“. Nicht anders ergeht es Pferde­liebhabern, wenn ihr langjähriger Wegbegleiter seinen letzten Atemzug getan hat.

25 Jahre ist Chiara Fiegl aus Ötztal-Bahnhof alt. Sie wünscht sich einen würdevollen Abschied von Tieren sowie eine Möglichkeit für ein stilles Gedenken. Als ehemalige Mitarbeiterin eines Humanbestatters konnte sie jetzt alle gewerblichen Genehmigungen für ihre „Tierbestattung Engelspfote“ einholen.

Chiara Fiegl will ab Mitte Februar für einen würdigen Abschied von Haustieren sorgen.
© Fiegl

Ab 13. Februar will sie starten, sagt die junge Einzelunternehmerin, die von ihrer Mama Monika unterstützt wird. Auf die Idee kam die Tierliebhaberin, weil sie letztes Jahr gleich zwei ihrer Hunde, einen davon durch einen Unfall, verloren hat. „Für meine Lieblinge hätte ich mir eine Erinnerungsurne gewünscht, weil ich selbst in einer Balkonwohnung wohn­e“, erinnert sich Fiegl.

Mit ihrem Geschäftspartner, dem Tierkrematorium Lebring in der Steiermark, will sie Tiroler Tierfreunden in ähnlicher Situation weiterhelfen. „Mir war wichtig, einen österreichischen Partner zu haben, der auch Großtiere kremiert. Auch sollten die Einäscherungen einzeln stattfinden, damit ich eine Urne mit meinem Liebling erhalten kann“, zeigt Fiegl auf.

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Die Oberländerin plant eine 24-Stunden-Hotline. „Der Tod kennt kein Wochenende“, sagt die junge Frau: „Nach telefonischem Erstkontakt kommt man normalerweise rasch persönlich beim Kunden vorbei. Ich befördere das verstorbene Tier in eine Kühlzelle und organisiere den wöchentlichen Transport ins Krematorium.“ Das hat seinen Preis. Knapp 200 Euro kostet dies beispielsweise für eine Katze.

Besonders großen Wert legt die Tierbestatterin auf den sozialen Aspekt ihrer Arbeit. So hat sie auch eine persönliche Tierverabschiedung, diverse Erinnerungsurnen oder Gedenkschmuck für die Tierbesitzer im Repertoire.


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