Sperre für Tansey: Haie bereiten weiter Kopfschmerzen

Nach dem 5:4-Overtime-Sieg gegen die Vienna Capitals wurde Verteidiger Kevin Tansey für zwei Spiele gesperrt. „Wir müssen auch gegen aggressive Gegner lernen, unsere Emotionen zu kontrollieren“, sagte Chefcoach Mitch O'Keefe.

Matchwinner und Heißläufer – Kevin Tansey (l.) muss nach starker Partie gegen Wien pausieren, Braden Christoffer auch „leiser treten“.
© gepa

Von Alex Gruber

Innsbruck –Beinahe hätten die Haie am Samstagabend eine 3:0-Führung vergeigt, am Ende des harten Spiels gegen die Capitals standen nach der Verlängerung zwei Punkte, weil Braden Christoffer einen mustergültigen Assist von Kevin Tansey über die Linie drückte. Es war der erste Erfolg über die Hauptstädter nach neun Niederlagen. Und es war in dieser Saison der (erst) zweite Sieg in den letzten 13 Partien, der das Kopfweh im Haifischbecken lindern hätte sollen. Das tat er aber nur bedingt.

„Wir müssen auch gegen aggressive Gegner lernen, unsere Emotionen zu kontrollieren“, richtete HCI-Cheftrainer Mitch O’Keefe eine Botschaft an sein Team und sah das Unheil möglicherweise schon kommen. Denn Tansey machte sich eine Plus-Minus-Statistik (+4) zum Einrahmen im Mitteldrittel mit einem üblen Kniecheck gegen Wiens Alex Wall zunichte. Das böse Foul war zwar im Match noch ungeahndet geblieben, wurde gestern vom Department of Player Safety aber mit einer Sperre von zwei Spielen (Auswärtsdoppelpack in Linz und Bratislava) bestraft.

KAC und Fehervar fix im Play-off

Nach Tabellenführer HCB Südtirol stehen seit Sonntag auch der KAC und Fehervar im Play-off der ICE-Eishockeyliga. Die Klagenfurter besiegten das Schlusslicht aus Linz mit 3:2 und lösten die spielfreien Ungarn auf Rang zwei ab. Dank Schützenhilfe des VSV, der die sechstplatzierten Dornbirn Bulldogs mit 5:3 bezwang, ist das Duo vorzeitig in der Pick Round der besten fünf Teams und somit im Viertelfinale.

Ergebnisse vom Sonntag:

  • Dornbirn Bulldogs - VSV 3:5 (0:3,1:1,2:1)
  • KAC - Black Wings Linz 3:2 (1:0,1:0,1:2)
  • HCB Südtirol - Bratislava Capitals 6:0 (0:0,3:0,3:0)

Doppeltorschütze Braden Christoffer lief sowohl beim 0:3 gegen den KAC am Freitag als auch gegen die Caps (nach bösem Check) mit mehreren kleinen Bankstrafen heiß und führt die Liste der Liga-Bad-Boys mit 110 Strafminuten an. „Manchmal haben es Gegner wie Schiris vielleicht auf ihn abgesehen. Dennoch schwächt er auf der Strafbank unser Team. Wenn er sich auf das Spiel konzentriert, ist er sehr effektiv“, hofft O’Keefe beim zweitbesten Ligascorer (endlich) auf Einsicht.

Das Lernen betrifft in ihrer ersten Saison auch das Trainerduo mit O’Keefe und Co. Florian Pedevilla, das mit Legionären wie Eigengewächsen umgehen muss: Clemens Paulweber, der bei jedem Wechsel Vollgas fährt, hatte gegen den KAC das „A“ für Assistant Captain nicht mehr auf der Brust seiner Dress. „An seiner Einstellung gibt es keine Zweifel. Das hat andere Gründe, die ich nicht mit der Öffentlichkeit teilen will“, sagt O’Keefe zu dieser „Degradierung“.

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Es geht anscheinend, wie so oft, um die Eiszeiten der Einheimischen. Da kann man geteilter Meinung sein. Aber Achtung: Interne Reibereien schaden vor den letzten fünf Runden im Grunddurchgang genauso wie unnötige Strafen, es geht um Bonuspunkte für die Quali-Runde. Denn gelingt der Play-off-Einzug, scheint für alle die Sonne.


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