Virus-Variante: „Zillertal-Cluster“ auch ins Altenheim Münster verfolgt

Der Cluster im Bezirk Schwaz hat sich jetzt auf das Altenheim in Münster ausgeweitet, dort haben sich 16 Mitarbeiter und Bewohner infiziert. Ob die Ansteckungen ebenfalls auf die südafrikanische Mutation zurückzuführen sind, wird noch abgeklärt.

Wie in Kitzbühel sollen sich jetzt auch die Bewohner im Bezirk Schwaz testen lassen. Bisher nahmen das 1537 Personen in Anspruch.
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Innsbruck – Die bei fünf Corona-Fällen im Bezirk Schwaz sowie bei je einer Person in Innsbruck bzw. Völs festgestellte südafrikanische Virus-Mutation lässt die Behörden auf Hochtouren testen und analysieren. Schließlich gibt es noch 21 weitere Verdachtsfälle, die dem Zillertaler Cluster zuordenbar sind. Wie berichtet, dürfte es eine Verbreitungskette geben, in deren Mittelpunkt das Bezirkskrankenhaus Schwaz sowie die Gemeinde Fügenberg stehen. Bekanntlich haben sich seit November 16 Mitarbeiter der Hochfügener Bergbahnen mit Corona angesteckt.

1537 Bewohner des Bezirks Schwaz getestet

Wie das Land am Sonntag mitgeteilt hat, werden „nach den aktuellen Erkenntnissen dabei auch Verbindungen zum Bezirkskrankenhaus Schwaz näher untersucht, um die Ausbreitungssituation und Herkunft der südafrikanischen Coronavirus-Mutation näher abzuklären“. 1537 Bewohner des Bezirkes Schwaz haben am Sonntag das Angebot freiwilliger PCR-Testungen in den Screeningstraßen angenommen. Was zumindest positiv stimmt: Bisher liegen keine weiteren positiven Testergebnisse vor.

Doch der Cluster aus dem Zillertal strahlt aus, und zwar in das Altenheim Münster im Bezirk Kufstein. Dort erhielten die Bewohner und Mitarbeiter zwar schon die erste Covid-Teilimpfung, doch leider haben sich 16 Personen dort infiziert. Rund acht Tage nach der Impfung. „Nach derzeitigen medizinischen Erkenntnissen tritt eine volle Schutzwirkung des Impfstoffes erst nach der zweiten Teil­impfung ein, die die Bewohner in Münster noch nicht erhalten haben. Ob die derzeitige Schutzimpfung auf die südafrikanische Virus-Mutation anspricht, ist derzeit Gegenstand von wissenschaftlichen Abklärungen“, betont der Leiter des Krisenstabs im Land Tirol, Elmar Rizzoli.

Fest steht, auch hier gibt es einen Zusammenhang mit dem Zillertal. Ob die Corona-Fälle ebenfalls die südafrikanische Mutation aufweisen, wird derzeit abgeklärt. Berichte über schwere Symptome bei den Infizierten liegen aber nicht vor.

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Wegen der südafrikanischen Virus-Mutation hat das Land im Bezirk Schwaz die Kontaktnachverfolgung ausgedehnt. Dazu Elmar Rizzoli: „Neben den engen Kontaktpersonen der Betroffenen werden nun auch zur Sicherheit weitere Personen (K2), die aus dem Contact Tracing hervorgehen, mit einer PCR-Testung abgestrichen.“

Noch bis Mittwoch wird an zwei Screeningstraßen in Schwaz und in Mayrhofen getestet. Ab heute wird auch in Fügen eine Screeningstraße eröffnet. Die Bevölkerung im Bezirk kann sich unter www.tiroltestet.at oder unter der telefonischen Hotline 1450 für die PCR-Testungen (Mund-Rachen-Abstrich) anmelden. (pn)


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