Wetterextreme: 475.000 Tote und 2100 Milliarden Euro Schäden

Stürme, Hitze und Co. töteten seit 2000 weltweit fast eine halbe Million Menschen. In Österreich gab es 10 Milliarden Euro Unwetterschäden in 20 Jahren.

Allein der Hurrikan „Dorian“ tötete 2019 auf den Bahamas 74 Menschen und verursachte Milliardenschäden.
© AFP

Berlin – Mehr als 11.000 Extremwetterereignisse wie Hagel, Stürme oder Hitzewellen und deren Folgen wie Erdrutsche, Überschwemmungen und Dürren haben zwischen 2000 und 2019 weltweit umgerechnet 2,1 Billionen Euro an Schäden verursacht, heißt es in einem Bericht der Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. In diesen 20 Jahren starben mehr als 475.000 Menschen als direkte Konsequenz dieser Unwetter.

Puerto Rico, Myanmar und Haiti am stärksten betroffen

Der Globale Klima-Risiko-Index (KRI) von Germanwatch zeigt, wie stark Länder von Wetterextremen betroffen sind. Demnach waren Puerto Rico, Myanmar und Haiti zwischen 2000 und 2019 die von Extremwetterereignissen am stärksten betroffenen Länder mit insgesamt fast 150.000 Todesopfern und 100 Mrd. Euro Schäden. Österreich befindet sich in dieser Aufstellung auf Rang 43 mit insgesamt rund 430 Toten und mehr als 10 Mrd. Euro Schäden. Alleine im Jahr 2019 verursachten Extremwetterereignisse in Österreich demnach Schäden von 710 Mio. Euro. Deutschland wird sogar an 18. Stelle der weltweit betroffensten Staaten geführt.

Dass Puerto Rico, Myanmar und Haiti die drei am stärksten betroffenen Länder in den letzten zwei Jahrzehnten sind, führt Germanwatch auf die Folgen mehrerer verheerender Hurrikans (Puerto Rico, Haiti) bzw. Zyklone (Myanmar) zurück. Alleine Hurrikan „Dorian“, der 2019 die Bahamas-Inseln mit 300 Kilometern pro Stunde als Kategorie-5-Hurrikan traf, verursachte dort Milliardenschäden und tötete 74 Menschen.

Entwicklungsländer besonders betroffen

Die Auswertungen über Schäden und Todesopfer erlaubten zwar keine Aussage darüber, welchen Einfluss der Klimawandel bereits bei diesen Ereignissen hatte, betont Germanwatch. Dennoch lasse sich ein Bild der Verwundbarkeit der Staaten zeichnen.

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Entwicklungsländer sind von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen, so der Bericht. Sie seien anfälliger für die schädlichen Auswirkungen einer Gefahr und hätten gleichzeitig geringere Kapazitäten, die Auswirkungen zu bewältigen. „Die vorliegenden Ergebnisse unterstreichen die besondere Verletzlichkeit ärmerer Länder durch Klimarisiken“, so die Organisation. Die absoluten finanziellen Schäden seien zwar in reichen Ländern deutlich höher. „Dennoch sind in einkommensschwachen Ländern Todesfälle, Elend und existenzielle Bedrohungen durch Extremwetter viel wahrscheinlicher.“

Die Auswertung zeige, dass man sich auf zukünftig möglicherweise vermehrte und stärkere Extremwetterereignisse durch Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel besser vorbereiten muss, betont Germanwatch. (TT)


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