Trotz Corona: Dutzende „Urlauber“ feiern in St. Anton

Eigentlich müsste diesen Winter wegen Corona für Skifahrer aus dem Ausland Pause sein. Dennoch haben sich Dutzende junge Engländer, Schweden und Dänen am Arlberg einquartiert. Im Internet sollen Tipps die Runde machen, wie man Verbote umgehen kann.

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Aus Skandinavien und England: Hunderte verbringen den Winter in St. Anton.
© Thomas Böhm

St. Anton am Arlberg – Sie kommen aus Skandinavien und England – Hunderte „Ski Bums“, die den Winter in St. Anton verbringen. Ihr Steckenpferd: Skifahren, Snowboarden, Partys. Das Freizeitvergnügen wird oft mit Minijobs wie Geschirrspülen oder Schneeschaufeln finanziert.

📽️ Video | Aufregung über Partygäste in St. Anton:

Eigentlich müsste diesen Winter wegen Corona auch für die „Bums“ Pause sein. Dennoch haben sich Dutzende junge Engländer, Schweden und Dänen am Arlberg einquartiert – zum Ärger von Bürgermeister Helmut Mall: „Offenbar kursieren Tipps im Internet, wie man Verbote umgeht und unbehelligt nach St. Anton kommt, nämlich mit dem Zug aus Zürich.“ Aber auch den Vermietern, die den „Bums“ trotz Beherbergungsverbot ein Quartier geben, gilt die Empörung des Bürgermeisters. „Es gibt Fotos, wo 30 bis 40 Partygäste zu sehen sind.“ Zudem bestätigt die Polizei in St. Anton, dass Après-Ski heuer bei den Heustadeln im Skigebiet stattfindet – mit Dosenbier aus dem Supermarkt.

Mall sah sich veranlasst, ein Info-Blatt der Gemeinde per Postwurf zu verschicken: „Solche Fakten und Tatsachen“ könne man nicht dulden. Die Gefahr einer pauschalen Verunglimpfung des Ortes wäre fatal, dem Dorf könne großer Schaden entstehen. Rigorose Kontrollen – u. a. nach dem Melde- und Aufenthaltsgesetz – kündigte gestern Landecks stellvertretender Bezirkshauptmann Siegmund Geiger an: „Die Polizei ist damit bereits beauftragt.“ (hwe)

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📽️ Video | Helmut Mall, Bürgermeister von St. Anton, im Telefoninterview:


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