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Swarovski-Strukturumbau scheitert bei Innsbrucker Landesgericht

Müssen die Karten im Familienkrach neu gemischt werden? Das Landesgericht hat die Eintragung ins Firmenbuch unterbrochen.

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Laut Landesgericht Innsbruck wurde bei der Reform zu Unrecht massiv in Gesellschafter-Rechte eingegriffen.
© Swarovski

Von Alois Vahrner

Wattens – Seit Monaten tobt in der Eigentümerfamilie Swarovski ein Machtkampf um die Zukunft des im Vorjahr durch die Corona-Krise gebeutelten Kristallkonzerns. Wie berichtet, hatte eine große Mehrheit der Gesellschafter gegen den Widerstand eines Teils der Familie eine umstrittene Strukturreform beschlossen.

Für diese von der Konzernführung um Robert Buchbauer forcierten Pläne gibt es jetzt einen massiven Rückschlag: Das Landesgericht Innsbruck hat bezüglich der Neufassung der Gesellschafterverträge festgestellt, dass eine Eintragung in das Firmenbuch unterbrochen wird. In seiner Begründung „geht das Gericht bei seiner – auf Basis der Aktenlage vorgenommenen – rechtlichen Beurteilung davon aus, dass kein rechtswirksamer Gesellschafterbeschluss zustande gekommen ist.“ Die Erfolgsaussichten der Schiedskläger in den anhängenden Verfahren seien zudem „als erfolgversprechend einzustufen“.


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