TT-Leitartikel zum Konflikt zwischen Tirol und Bund: Weitsicht statt Wortgewalt

Die weitere Ausbreitung der südafrikanischen Coronavirus-Mutation muss verhindert werden. Dazu braucht es weniger Emotion und mehr Sachlichkeit. Das Image Tirols hat schon genug gelitten, deshalb ist ein Erfolg Pflicht.

Mario Zenhäusern

Von Mario Zenhäusern

Seit einem Jahr ist die Corona-Pandemie das alles beherrschende Thema. Beinahe ebenso lange steht Tirol in der Auslage. Auch die von der Bundesregierung als sehr gefährlich eingestufte südafrikanische Virus-Mutation rückt Tirol seit Tagen in den Fokus in- und ausländischer Politiker und Medien. Besonders betroffen ist der Bezirk Schwaz. Zwar liegen noch immer keine verlässlichen Daten vor. Wie um das zu untermauern, sorgte die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) gestern mit der Reduktion der bestätigten Fälle und dem Verweis auf „möglicherweise unvollständige Zahlen“ für zusätzliche Verwirrung. Fest steht allerdings, dass sich die Mutation in Teilen Tirols und vor allem im Bezirk Schwaz stärker verbreitet hat als anderswo in Europa. Ab Freitag muss daher vorerst für zehn Tage jeder, der Tirol verlässt, einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 48 Stunden ist.


Kommentieren


Schlagworte