Mehr als 150.000 Corona-Tote in Mexiko

Als viertes Land der Welt hat Mexiko die Marke von 150 000 bestätigten Todesfällen infolge der Coronavirus-Pandemie überschritten. Nach Statistiken, die das Gesundheitsministerium des Landes am Montag (Ortszeit) meldete, stieg die Gesamtzahl auf 150.273. Den bisherigen Höchststand innerhalb von 24 Stunden hatte das Land vergangenen Donnerstag erreicht: es waren 1.803. Viele Krankenhäuser in Mexiko sind derzeit voll.

Am Sonntag hatte Staatspräsident Andres Manuel Lopez Obrador bekanntgegeben, dass er positiv auf das Coronavirus getestet worden sei und wegen leichter Symptome behandelt werde. Er hatte in den Tagen zuvor mit zahlreichen Menschen Kontakt gehabt, ohne eine Maske zu tragen.

Weil dazu auch der oberste Pandemie-Experte der Regierung, Hugo Lopez-Gatell, gehörte, war dieser am Montag bei der allabendlichen Corona-Pressekonferenz im Präsidentenpalast ausnahmsweise nicht anwesend, sondern per Video zugeschaltet. Der Präsident habe leichtes Fieber gehabt, sagte er. Zum Schutz von dessen Privatsphäre würden keine weiteren Details genannt.

In Mexiko - das mit knapp 130 Millionen Einwohnern weltweit an zehnter Stelle der bevölkerungsreichsten Länder liegt - wird äußerst wenig auf das Virus getestet und kaum Kontaktnachverfolgung betrieben. Die Landesgrenzen wurden nicht geschlossen, und von Einreisenden wird weder ein negativer Test noch Isolation verlangt. Es wurden bisher auch keine Ausgangsbeschränkungen oder eine Maskenpflicht verhängt.

Auch Mexikos reichster Bürger, der 80 Jahre alte Telekommunikations-Milliardär Carlos Slim Helu, erkrankte an Covid-19, wie sein Sohn Carlos Slim Domit am Montag auf Twitter schrieb. Sein Vater habe bereits vor mehr als einer Woche leichte Symptome gehabt und sich in Behandlung begeben.


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