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Platter drängt auf sanfte Öffnung, „volle Härte gegen illegale Partys"

Der Landeshauptmann kündigt nicht nur strenge Kontrollen in St. Anton an. Er fordert auch eine Änderung der Einreisebestimmungen nach Österreich. Für Platter sind die Ansteckungen im privaten Bereich nach wie vor zu hoch. Die 0-Corona-Politik spielt es aus seiner Sicht nicht.

Landeshauptmann Günther Platter: „Verärgert bin ich über die wenigen in Tirol, die mit Partys und Feiern ein ganzes Land in Verruf bringen.“
© Böhm

Von Peter Nindler

Innsbruck – Dass die Skigebiete trotz Corona-Lockdowns geöffnet haben, sorgt in Ostösterreich für Kritik. Feierfreudige „Ski Bums“ – junge Briten, Schweden und Dänen mit den Vorlieben Snowboarden, Skifahren und Partys in St. Anton – heizen die Debatte zusätzlich an. Kein einfacher Spagat für LH Günther Platter (ÖVP), aber: „Beim Skifahren steckt man sich nicht an. Das sollten alle Kritiker zur Kenntnis nehmen“, ein Zusperren kommt für ihn nicht in Frage. Außerdem seien die Infektionszahlen in Tirol im Österreichvergleich relativ niedrig.

Kein Pardon soll es hingegen für Auswüchse in den Skiorten geben. „Deshalb habe ich die Polizei ersucht, scharfe Kontrollen bei Zweitwohnsitzbesitzern durchzuführen“, kündigt Platter „volle Härte“ gegen illegale Partys an. Und er habe das Gesundheitsministerium gebeten, die Einreise-Verordnung anzupassen. „Die beruflichen Zwecke dürfen nicht mehr so ausgelegt werden, dass sie auch die Arbeitssuche umfassen.“ Die so genannten „Ski Bums“ halten sich vielfach mit diesem Argument in Tirol auf. Auswüchse durch einige wenige wie in St. Anton würden Tirol „massiv in Verruf“ bringen, ärgert sich Platter.


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