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Schwazer Stadtpfarrkirche: Das verborgene Juwel der Silberstadt

Hoch über den Kirchenbänken der Stadtpfarrkirche Maria Himmelfahrt erstreckt sich einer der größten noch erhaltenen Dachstühle aus dem Mittelalter. Nach 500 Jahren bringt Archäologe Bert Ilsinger dort längst vergessene Kostbarkeiten und Geheimnisse ans Licht.

© Thomas Böhm

Von Eva-Maria Fankhauser

Archäologe Bert Ilsinger reibt sich die kalten Hände. Seit Stunden steht er vor der grauen Wand, die mit zahlreichen Flecken überzogen ist. Hier und da bröckelt der Putz. Doch das interessiert Ilsinger nicht. Sein Blick geht tiefer. Nämlich in die Ritzungen, die sich über die gesamte Wendeltreppe der Schwazer Stadtpfarrkirche ziehen. Zwei Scheinwerfer leuchten die Fläche vor ihm aus. Ein kleines Fenster lässt nur wenig Tageslicht ins sonst so düstere Innere. Ilsinger ist auf der 24. Stufe von knapp 90. Quadratmeter für Quadratmeter arbeitet er sich nach oben. Nichts entgeht seinem geschulten Augen. Jede noch so feine Linie wird dokumentiert.


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