Taucher suchen nach Hinweisen zu vermisstem Bozner Ehepaar

Seit mehr als drei Wochen wird ein Ehepaar aus der Südtiroler Landeshauptstadt vermisst. Der gemeinsame Sohn der beiden steht weiter unter Mordverdacht.

Auf den Bereich rund um diese Brücke über die Etsch konzentriert sich seit Dienstag die Suche.
© Dolomiten

Bozen – Seit mehr als drei Wochen wird ein Ehepaar aus der Südtiroler Landeshauptstadt vermisst. Der gemeinsame Sohn, 30 Jahre alt, wird von der italienischen Polizei mit dem Verschwinden in Verbindung gebracht, gegen ihn wird wegen Mordverdachts ermittelt. Bei einer Suchaktion südlich von Bozen wurde gestern „etwas Verdächtiges gefunden“, wie das Onlineportal stol.it berichtet.

Das Gebiet rund um eine Brücke, auf der vor Kurzem bereits Blutspuren eines der Vermissten festgestellt worden sind, sei Mittwochfrüh großräumig gesperrt worden, heißt es. Ob es sich bei dem ausfindig gemachten Objekt um ein Textilstück oder gar um die Leichen der 68-Jährigen oder des 63-Jährigen handelt, war gestern noch nicht bekannt.

Sichergestellt wurden bereits vor einigen Tagen Kleidungsstücke des als Mordverdächtiger geführten 30-Jährigen. Dieser hatte unter anderem eine Jeans, ein Paar Sportsocken, drei Shirts am Abend des Verschwindens seiner Eltern einer Bekannten zum Reinigen gegeben, wie die italienischsprachige Südtiroler Tageszeitung Alto Adige am vergangenen Sonntag berichtete. Die Frau sagte den Ermittlern, der junge Südtiroler habe sie gebeten, seine Sachen zu waschen, „wenn dies nicht zu viel verlangt sei“. Dieser Bitte sei sie nachgekommen, Blutspuren seien ihr keine aufgefallen.

Der 30-Jährige wird verdächtigt, seine Eltern getötet und die Leichen dann in die Etsch geworfen zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. (TT)


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