Exklusiv

Michael Landau: „Das Wohl von Kindern muss Vorrang haben“

Caritas-Präsident Michael Landau über die Abschiebung von Schülerinnen und Corona-Folgen: „Sanierung nicht auf dem Rücken Schwächster.“

„Wir sollten frei von Ideologien über eine bundesweit einheitliche Kindergrundsicherung diskutieren“, befindet Landau.
© APA

Von Karin Leitner

Wien – In Österreich geboren, in Österreich aufgewachsen. Trotzdem sind drei Schülerinnen diese Woche nach Georgien bzw. Armenien abgeschoben worden.

Was sagt Caritas-Präsident Michael Landau zur Causa? „Die Bilder, auf denen scharfe Hunde und schwarz-maskierte Polizeibeamte mitten in der Nacht zu sehen sind, kann niemand wollen. All das inmitten einer Pandemie“, sagt er im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. „Entscheidungen, die aus rechtsstaatlichen Verfahren hervorgehen, sind grundsätzlich zu respektieren. Wenn aber selbst so gut integrierten Familien kein humanitäres Bleiberecht gewährt wird, droht dieses zu totem Recht zu verkommen.“ Und: „Es ist ein Zeichen von Schwäche, wenn der Staat glaubt, seine Stärke mit der Abschiebung kleiner Kinder demonstrieren zu müssen.“


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