Lager-Denkmal in der Reichenau beschäftigt die Politik

Innsbruck – Die „unwürdige Gedenksituation“ rund um das ehemalige Gestapo-Lager Innsbruck-Reichenau werde das „nächste große Thema“ im gemeinderätlichen Kulturausschuss sein: Das kündigt Ausschussobfrau GR Irene Heisz (SPÖ) an. Man wolle dort beraten, „wie wir zu einer würdevolleren, angemessenen neuen Lösung kommen“.

Aus heutiger Sicht sei die Inschrift am Gedenkstein (wonach im Lager „Patrioten aus allen vom Nationalsozialismus besetzten Ländern“ inhaftiert, gefoltert und getötet wurden) „inhaltlich nicht mehr haltbar“ und der Standort neben dem Recyclinghof „alles andere als ideal“. Unbestritten sei auch, dass es einer „umfassenderen, größer gedachten Lösung“ bedürfe.

Der Vorschlag einer zivilgesellschaftlichen Initiative von Matthias Breit (Gemeindemuseum Absam), den Standort Richtung Inn zu verlegen und einen „Garten der Erinnerung“ anzulegen, sei in den letzten Jahren versandet, könnte aber „nach wie vor ein Ansatzpunkt“ sein, sagt Heisz.

Breit weist darauf hin, dass es eine Grünfläche am Inn als Basis für den „Garten der Erinnerung“ längst gebe. Auch der Stadtsenat habe sich seinerzeit damit beschäftigt: „2014 ist der neue und ruhigere Standort für das Denkmal bereits mit der Stadt verhandelt, die Versetzung mit dem Bundesdenkmalamt besprochen und eine konkrete Wiese festgelegt worden.“ (TT, md)


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