Tiroler Landesmuseen planen eifrig, doch Termine sind offen

Eine Skulptur des Künstlerkollektivs Gelitin in Wien.
© Gelitin

Innsbruck – Corona hat die fünf Standorte der Tiroler Landesmuseen im Vorjahr über Monate zum Zusperren gezwungen. 127.000 Besucher wurden verzeichnet, ein Minus von 63 Prozent im Vergleich zu 2019. Damals schauten noch 343.000 Museumsgeher in Ferdinandeum, Hofkirche, Volkskunstmuseum, Zeughaus und Tirol Panorama vorbei. 615.000 Euro beträgt das Jahresminus in Geld ausgedrückt, Rücklagen wurden dafür aufgebraucht.

In unsicheren Zeiten wie den unseren ist Improvisieren alles, auch, was die Präsentation musealer Angebote anbelangt. So wichen auch die Tiroler Landesmuseen (TLM) 2020 verstärkt auf Online-Angebote aus. 80.000 Zugriffe erfolgten digital in Form von virtuellen Museumsbesuchen oder Podcasts.

Nach der Bilanz richtet sich der Blick nach vorne, mit allen Unsicherheiten. Nächste Woche wird sich entscheiden, wer am 8. Februar wieder aufsperren darf und ob sich Museen tatsächlich unter jenen befinden, für die der Lockdown (wieder einmal) endet.

Genaue Termine für das TLM-Jahresprogramm wurden vorsichtshalber noch nicht fixiert. Im Ferdinandeum wird „im Sommer/Herbst“ das Künstlerkollektiv Gelitin gastieren, gefolgt von einer Sonderausstellung von RLB-Kunstpreisträger Oliver Lari­c. Die eigenen Sammlungen werden neu präsentiert, mit Werken von u. a. Piazzetta, Rembrandt und Dürer.

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Im Volkskunstmuseum und im Zeughaus widmen sich zwei Ausstellungen aus Tiroler Sicht dem Thema des Euregio-Museumsjahrs „Transit – Transport – Mobilität“, ein auch politisch unverändert heißes Eisen. Und im Tirol Panorama wird die Kriegspropaganda des 1. Weltkriegs aufgezeigt. (mark)


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