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Rückkehr zu Tempo 130 zwischen Imst und Zams „fatales Signal“

Die Rückkehr zu Tempo 130 geht für Transitforum und Anrainer der Autobahn in die falsche Richtung und lenkt von einem Problem ab: der zu hohen Lärmbelastung.

Die Debatte über Tempo 100 hat Verkehrslärm-Geplagte in Zirl und in Ampass alarmiert.
© Böhm Thomas

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Bei der geplanten Aufhebung des Tempolimits von 100 km/h für Pkw geht es um einen 13 Kilometer langen Teilabschnitt zwischen Imst und Zams, und doch um sehr viel mehr. Für Transitforum-Obmann Fritz Gurgiser steht dabei nicht weniger als „die gesamte Tiroler Antitransitpolitik“ auf dem Spiel – vor allem in der Außenwirkung. Die Maßnahme sei ein fatales Signal. Wenn als Begründung genannt werde, dass im Jahresmittel – „also nicht immer“ – Grenzwerte zum Schutz der menschlichen Gesundheit bei Stickstoffdioxid unterschritten werden, dann sei das veraltetes, kurzsichtiges Denken. „Wie wir längst wissen, steigt bei einer höheren Geschwindigkeit nicht nur der Spritverbrauch und damit wieder der Stickstoffdioxid-Ausstoß, sondern auch die Lärmbelastung.“ Diese Problematik werde aber in der Diskussion überhaupt nicht angesprochen. „Ein Tempolimit ist aber das beste Mittel, um Lärm zu reduzieren“, versteht er nicht, dass Tempo 100 immer wieder Mittelpunkt „völlig sinnloser Debatten“ sei.


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