„Neiddebatte übers Skifahren brauchen wir in Tirol nicht“

Vor allem im Osten Österreichs sorgt es für Ärger, dass im Westen Ski gefahren wird. Dass die AGES zuletzt das Infektionsrisiko beim Skifahren als gering anführte, beruhigt die Lage nicht. Wie sehen Tirols Einheimische auf den Pisten die Situation? – Ein Lokalaugenschein vor Ort.

Sie alle fühlen sich sicher vor Covid-19 im weitläufigen Skigebiet.
© Dählig, Strobl

Von Angela Dähling und Sabine Strobl

Kaltenbach, Zell, Innsbruck – Die Tiroler lassen sich das Skifahren nicht madig machen. Im Gegenteil. Viele wedeln diesen Winter so oft wie sonst nie durch die weiße Pracht, zeigt ein Lokalaugenschein. So auch Martin Sporer aus Kaltenbach. „Das wäre eine Katastrophe, wenn die Skigebiete schließen würden“, sagt er. Wie Sporer frönten viele Familien mit Kindern gestern Vormittag im Skigebiet Hochzillertal dem Skispaß.

Obwohl hier weniger Lifte und Pisten als noch vor zwei Wochen zur Verfügung stehen, sind alle glücklich. „Kindern fehlen die sozialen Kontakte, daher ist das gemeinsame Skifahren um so wichtiger“, meint Alexander Scheffauer aus Bruck. Markus Kröll aus Ried hat mit Sohn Leon (7) gerade die Talabfahrt gemeistert. Angst vor Ansteckung mit Covid-19 hat hier keiner. Kröll: „Alle tragen FFP2-Masken, Abstände werden auch eingehalten.“

Georg Bramböck aus Breitenbach hat die Probe aufs Exempel gemacht: „Ich wollte ohne Maske in die Gondel, da kam sofort das Liftpersonal und hat mich auf die Maskenpflicht hingewiesen“, sagt der Allgemeinmediziner, der mit Verweis auf die AGES ergänzt: „Es ist unbestritten, dass man sich im Freien, beim Skifahren nicht anstecken kann.“


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