Rodler David Gleirscher holt WM-Bronze im Einsitzer

Der Tiroler David Gleirscher hat bei der Rodel-WM am Königssee seine zweite Bronzemedaille geholt. Der auch schon im Sprint drittplatzierte Olympiasieger musste sich am Samstag im klassischen Einsitzerbewerb nur dem russischen Sieger Roman Repilow und Topfavorit Felix Loch aus Deutschland geschlagen geben. Der Doppelsitzerbewerb brachte für die Gesamtweltcupgewinner Thomas Steu/Lorenz Koller hingegen nur Rang sechs. Der Titel ging an die Deutschen Toni Eggert/Sascha Benecken.

Gleirscher sicherte sich dank einer Aufholjagd von Platz sechs im ersten Lauf vor dem Deutschen Max Langenhan doch noch seine erste WM-Medaille in der Olympiadisziplin. „Ich habe es gestern schon gesagt, speziell da in Königssee, wo ich bis jetzt eher die negativen Erfahrungen gehabt habe, ist eine Medaille der Wahnsinn, jetzt sind es zwei, das ist einfach fantastisch“, freute sich Gleirscher. Die Abstimmung des Schlittens sei aufgrund der schwierigen Verhältnisse knifflig gewesen. „Wir haben was probiert und das ist voll aufgegangen.“

Der Stubaier war 0,217 Sekunden langsamer als Repilow, Loch fehlten nach Halbzeitführung 0,062 Sekunden auf seinen siebenten Titel. Jonas Müller wurde unmittelbar vor Ex-Weltmeister Wolfgang Kindl Sechster. Der am Freitag sensationell zu Sprintgold gefahrene Nico Gleirscher landete nur an der 15. Stelle.

Im Doppelsitzer verbesserten sich die vierfachen Weltcup-Saisonsieger Steu/Koller nach Rang neun im ersten Durchgang zwar noch um drei Plätze, die Medaillenränge waren für die WM-Bronzenen von 2019 aber außer Reichweite. „Uns hat heute schlichtweg der Speed in der Bahn gefehlt. Wir haben beim Material nach dem ersten Lauf ein wenig was verändert, das hat etwas geholfen, aber auch nicht das gebracht, was es gebraucht hätte“, bedauerte Koller. Auf die drittplatzierten Letten Andris und Juris Sics fehlten 0,197 Sekunden. Die auf die ersten zwei Plätze gerasten Deutschen Eggert/Benecken und Tobias Wendl/Tobias Arlt waren noch viel weiter weg. Eggert/Benecken holten ihren bereits vierten Titel in Serie. Den Sprint am Freitag hatten Wendl/Arlt gewonnen.

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Am Sonntag hoffen Madeleine Egle und die ÖRV-Teamstaffel auf weitere WM-Medaillen. „Wir greifen in der Team-Staffel noch einmal voll an, ich bin absolut positiv gestimmt, glaube, dass wieder einiges möglich ist“, bekräftigte Gleirscher.


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