Polizei griff bei Corona-“Spaziergang“ in Wien ein

Aggressiv war die Stimmung am frühen Nachmittag in Wien bei einem Corona-“Spaziergang“, der statt der abgesagten Großdemo stattgefunden hatte. Nachdem die mehrere hundert „Spaziergänger“ - darunter wieder Vertreter des rechtens Randes, Hooligans und sogenannte Querdenker - der Aufforderung zur Auflösung nicht folgten, sondern sich in Bewegung setzten, sperrte die Polizei ihre Routen. Die Polizei führte einzelne Teilnehmer aus der Menge ab, es gab kleinere Tumulte.

Sonntagmittag hatten sich beim Maria Theresien Platz einige hundert Menschen für einen „Spaziergang“ über den Ring gesammelt. Da weder Masken getragen noch Abstände eingehalten wurden und die Stimmung zunehmend aggressiv wurde - die „Spaziergänger“ stürmten den für Autos zunächst nicht gesperrten Ring - verlangte die Polizei die Auflösung binnen 15 Minuten. Daraufhin wollte sich der Zug Richtung Parlament in Bewegung setzen. Aber die zahlreich anwesende Polizei - verstärkt mit Hunden - sperrte die Route ab, ebenso die Route Richtung Oper, die die Menge dann nehmen wollte.

Begonnen hatte das Kundgebungsgeschehen klein, friedlich und mit hervorgestrichenem Religionsbezug. Bei einer angemeldeten Versammlung hatten sich im Wiener Volksgarten - unter weitgehender Einhaltung von Abstands- und Maskenregeln - rund 40 Menschen eingefunden. Die Erzdiözese Wien hatte im Vorfeld vor als „christliche Prozession“ getarnten Demos gewarnt und solchen „Missbrauch von Religion und Religionsfreiheit“ abgelehnt.

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