Wattener Erfolgslauf: Bei WSG kommt viel Kraft von innen

Nach dem 2:2-Remis gegen die Austria freut sich die WSG Tirol schon auf die nächste Bundesliga-Runde in Hartberg.

Einer jener spielstarken „Jungen“, die beim derzeitigen WSG-Hoch auch ein Stück weit die Welt umarmen könnten – Raffael Behounek erzielte beim 2:2 gegen die Austria seinen ersten Bundesliga-Treffer.
© gepa

Von Alex Gruber

Wattens – Die WSG Tirol untermauerte beim Unentschieden gegen die Austria, dass sie im 4-4-2-Mantel systemelastisch ist und auf einen Rückstand mit erhöhter Risikobereitschaft (Pranter und Dedic kamen nach der Pause für Gölles und Rieder) und dominantem Ballbesitz reagieren kann. Platz fünf mit sechs Punkten Vorsprung auf die Austria steht sieben Runde vor Ende des Grunddurchgangs dafür, dass Sportmanager Stefan Köck gemeinsam mit Cheftrainer Thommy Silberberger im kurzen Sommer-Transferfenster sehr viel richtig gemacht hat, die Chemie stimmt und die Jungen weiterhin explodieren.

„Was Petsos oder Celic auf der Sechs (zentrales Mittelfeld/Anm.) aufführen, ist sensationell. Wir haben brutal spielstarke Junge“, adelt Silberberger David Gugganig, Raffael Behounek (beide 23), David Schnegg (22) und Nemanja Celic (21), die den Laden mit den Routiniers (Koch, Petsos) von hinten heraus zum Laufen bringen.

Für Behounek war das Austria-Match mit dem Premierentreffer etwas Besonderes, weil der Vater im Stadion war. Und der 23-Jährige (Silberberger: „Er ist pflegeleicht“) spuckte in der Spieleröffnung einmal mehr Eiswürfel: „Ich weiß nicht, ob es jeder Trainer gerne sehen würde, wie wir rausspielen, weil es schon mit viel Risiko verbunden ist“, gesteht Behounek und merkt an: „Ich habe schon das Gefühl, dass wir jedes Spiel stabiler und reifer werden.“ Und die drei Siege gegen die Europa-League-Starter LASK (4:2), Rapid (3:0) und WAC (4:1) „haben was mit dem Kopf gemacht“.

Behounek lobt das familiäre Umfeld bei der WSG

Behounek adelt die Kaderzusammenstellung und sieht den Unterschied zum FC Wacker u. a. im familiären Umfeld bei der WSG: „Wacker wäre gerne dort, wo wir mit der WSG derzeit sind. Wenn man in Wattens in die Geschäftsstelle geht, kennt jeder jeden. Ich war noch nie bei einem Verein, wo die Zusammenarbeit so harmonisch abläuft. Und der Trainer gibt uns jungen Spielern Freiheiten, solange wir unsere Leistungen abrufen. Es ist ein Zusammenspiel von allen.“ Die wohlige Atmosphäre genoss Behounek gestern in seinen vier Wänden, wo er seine Kätzchen Rio und Balou zum Schnurren brachte.

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Die gute Ausgangslage im Kampf um die Top sechs könnte sich am nächsten Spieltag (9./10.2.) weiter verbessern: Die WSG gastiert bei Hartberg, für den WAC (bei Rapid), die Austria (in Salzburg) und St. Pölten (gegen LASK) liest sich das Programm schwerer. Da soll „die Post“ laut Silberberger noch mehr abgehen.


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