Unterricht an Schulen mit Testpflicht: Großes Aufatmen in Tirol

Hauptsache aufsperren: In Tirol ist das Aufatmen wegen der teilweisen Öffnung des Schulbetriebs mit 15. Februar groß.

Volksschüler sollen wieder in den Präsenzunterricht.
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Wien, Innsbruck – Bildungsminister Heinz Faßmann (VP) soll heute die Details der gestern angekündigten Teilöffnung im österreichischen Schulbetrieb nachreichen. Darauf werden auch in Tirol Bildungsdirektion, Lehrer, Eltern und Schüler mit Spannung blicken. Gilt es doch, den vorgegebenen Öffnungsrahmen alltagsfit zu bekommen.

Mit 15. Februar werden in Tirol die Volksschulen zur Gänze wieder in den vollen Präsenzunterricht wechseln. Für alle anderen Schulen (Mittelschulen, AHS-Unter- wie Oberstufe etc.) wird ein Schichtbetrieb eingerichtet. Geplant ist, Unter- und Oberstufe in zwei Gruppen, jeweils Montag/Dienstag und Mittwoch/Donnerstag, zu teilen. Freitags ist für diese Schüler generell kein Präsenzunterricht geplant. Neu ist eine Testpflicht: Wer in den Unterricht will, muss sich testen lassen, zum Schulbeginn und dann alle zwei Tage. Heißt: Volksschüler zweimal die Woche, über 10-Jährige pro Schulschicht einmal. Getestet soll übrigens an den Schulen werden. Bezüglich einer FFP2-Maskenpflicht wurde gestern kolportiert, dass selbige nicht im Volksschulbereich gelten soll. Für alle anderen indes sehr wohl.

Bildungslandesrätin Beate Palfrader (VP) atmete gestern auf: „Jeder Schritt in Richtung einer Schulöffnung ist zu begrüßen.“ Und auch der Präsident des Landeselternverbands Christoph Drexler zeigte sich in einer ersten Stellungnahme erleichtert: „Darauf haben viele gewartet.“ Nachsatz: „Natürlich sind noch viele Fragen offen.“

Zu klären gilt es etwa, wie im Schichtbetrieb an den präsenzfreien Tagen trotzdem ein Betreuungsangebot an den Schulen organisiert werden kann. Relevant sei hier in Tirol die Altersgruppe der 10- bis 12-Jährigen, heißt es.

Auch über die Ausgestaltung und Anpassung der Stundenpläne wird wohl zu diskutieren und beraten sein.

Und: Wie wird mit möglichen Testverweigerern umgegangen? Für diese müssten eigentlich parallele Struk­turen für das Distance Learning aufrechterhalten bleiben. Alles andere würde mit dem Recht auf Bildung nur schwer in Einklang zu bringen sein. (mami)


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