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TT-Leitartikel zur US-Außenpolitik: Mit Biden zurück in die Spur

Nachdem Donald Trump die westliche Welt aus der Bahn zu werfen drohte, soll der neue US-Präsident Joe Biden alte Bündnisse wieder kitten. Gegenüber Russland droht Biden mit einer schärferen Gangart.

US-Präsident Joe Biden bei einer Rede – im Hintergrund ist Vizepräsidentin Kamala Harris zu sehen.
© BRENDAN SMIALOWSKI
Christian Jentsch

Von Christian Jentsch

Unter US-Präsident Donald Trump stand die Welt kopf. Er polterte mit seiner Abrissbirne durch das Weltgeschehen, in der Außenpolitik agierte er wie eine unlenkbare Rakete. Bereits in seiner Antrittsrede am 20. Jänner 2017 erklärte Trump dem so genannten Establishment in Washington den Krieg und lehrte die verdutzten US-Verbündeten das Fürchten. Und Trump sollte weitgehend halten, was er versprach. Er untergrub die Fundamente der liberalen westlichen Weltordnung, er schwor dem Multilateralismus ab, er stieß Europa vor den Kopf und entsorgte international gültige Verträge im Papierkorb. Trump twitterte Weltpolitik – und verblüffte dabei immer wieder Freund und Feind. Einen neuen großen Krieg zettelte er dabei zum Glück aber nicht an, auch wenn er von den Falken in seiner Umgebung dazu immer wieder angestachelt wurde.


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