Prozess um Mordauftrag startet in Wels

Weil er nach Ansicht der Staatsanwaltschaft jemanden engagieren wollte, um einen 22-Jährigen, den er für den Mörder seines Bruders hält, zu töten oder zumindest zusammenzuschlagen, steht ab heute, Dienstag, ein 29-Jähriger in Wels vor Gericht. Die Anklage legt ihm Mord als Bestimmungstäter zur Last. Dem Beschuldigten drohen zehn bis 20 Jahre oder lebenslange Haft. Ein Urteil wird am Mittwoch erwartet.

Im Februar 2019 war eine Familienfehde in einem Lokal in Regau (Bezirk Vöcklabruck) eskaliert. Bilanz: ein Toter und zwei Schwerverletzte. Wer dem Opfer die tödlichen Messerstiche zugefügt hat, konnte auch ein Prozess nicht klären. Das wollte der Angeklagte offenbar nicht akzeptieren. Er soll einem anderen Mann 10.000 Euro angeboten haben, wenn er den 22-Jährigen krankenhausreif schlage, und 20.000 Euro, wenn er ihn umbringt oder ihm und seiner Familie überlässt. Der Beauftragte tat aber nichts dergleichen, sondern informierte die Polizei und warnte das Opfer.

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