Diskussion um Werbung gegen Corona-Impfung in Kufstein

Während das Gesundheitsministerium die Impfung gegen das Coronavirus empfiehlt, wurde auf digitalen Werbetafeln in der Stadt Kufstein davon abgeraten.

Die digitalen Werbetafeln stehen an prominenter Stelle.
© Otter

Kufstein – Die Botschaft widerspricht allen offiziellen Meinungen: Während das Gesundheitsministerium die Impfung gegen das Coronavirus empfiehlt, wurde auf digitalen Werbetafeln in der Stadt Kufstein davon abgeraten. Die Anzeige wurde von einer Bürgerinitiative geschaltet und warnt vor angeblichen Gen-Manipulationen, Impfschäden, für die niemand die Haftung übernimmt, und anderen Katastrophen. Auf der Internetseite des Gesundheitsministeriums hingegen werden derartige Behauptungen widerlegt, auch die Haftung sei ganz genau geregelt, ist dort zu lesen (www.sozialministerium.at/Corona-Schutzimpfung).

Die Werbung fand jetzt sogar im Kufsteiner Stadtrat Niederschlag. Der Hintergrund der Debatte ist, dass die Werbetafeln der Firma Peakmedia auf städtischem Grund stehen. Die Frage lautete: Darf eine solche Anzeige sein? „Ja, im Sinne der Meinungsfreiheit“, erklärt Bürgermeister Martin Krumschnabel, der den Inhalt aber klar ablehnt. „Ich habe die Vertragsbedingungen angeschaut. Es darf nur keine Werbung, die der Stadt Schaden verursacht, veröffentlicht werden. Hier geht es aber ja eigentlich gegen das Gesundheitsministerium“, sagt Krumschnabel. Für ihn selbst sind die Augsagen der Anzeige falsch. „Aber der Stadtrat als Gremium wird nichts dagegen unternehmen, sondern es wird jeder Mandatar selber seine Meinung dazu kundtun“, so der Bürgermeister.

Bei der Ebbser Firma Peakmedia ist man über den Wirbel weniger erfreut. Man stelle nämlich nur die Anzeigentafel zur Verfügung, heißt es. Aber man hat nun beim Werberat angefragt, ob die Anzeige zulässig ist, so Alois Oppacher. Bis zur Abklärung läuft die Werbung angeblich nicht mehr. (wo)

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