Zams steckt zwei Millionen Euro in den Kindergarten

Die Zammer Kindergartenkinder dürfen sich freuen: Der Gemeinderat hat ein Investitionspaket in Höhe von zwei Mio. Euro beschlossen.
© Wenzel

Zams – Bekommen die Zammer Kindergartenkinder bald goldene Wasserhähne? – Am Montagabend hat der Gemeinderat 2,05 Mio. Euro plus einen Polster von 100.000 Euro für das größte kommunale Investitionsprojekt in diesem Jahr genehmigt.

„Es ist nicht die total abgespeckte Sparvariante. Es ist ein zeitgemäßes Projekt bei vernünftigem Mitteleinsatz“, beschreibt Architekt Harald Kröpfl den Kindergarten-Umbau. Baustart soll bereits im März sein, die Auftragsvergabe an Tiroler Firmen liegt auf dem Tisch. Obwohl zunächst überlegt, ist eine vorübergehende Umsiedlung der Kinder nicht nötig.

„Übrigens werden Wasserhähne in Standard-Ausführung installiert“, bemerkt der Landecker Architekt.

Neu sind ein Lift ins Obergeschoß, barrierefreie Adaptierung, Turnsaal-Erweiterung, Kellerausbau, Nasszellen und vieles mehr. Das Land habe der Gemeinde empfohlen, Investitionsprojekte wie dieses nicht auf die lange Bank zu schieben, „um damit einen Impuls für die regionale Wirtschaft zu setzen“, hob Bürgermeister Siggi Geiger hervor. Dass man mit dem Vorhaben ein Jahr gewartet habe, erweist sich laut Geiger keinesfalls als Nachteil: „Die Förderungen von Bund und Land sind in Corona-Zeiten besser geworden.“

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Hätte man schon voriges Jahr gebaut, müsste man sich jetzt in das Hinterteil beißen, war aus den Reihen der Mandatare zu hören.

Im Mittelpunkt der Sitzung stand das letztlich einstimmig beschlossene Gemeindebudget 2021. Neben dem Zwei-Mio.-Euro-Projekt für die Kleinkinder fließen 410.000 Euro in den Bau einer Talkessel-Radweg-Etappe. Dazu kommen u. a. 230.000 Euro für Adaptierungen beim Musikpavillon, 83.000 Euro für den Hochwasserschutz und 100.000 Euro zum Ankauf eines Radladers. Auf dem Rücklagenkonto sind 426.000 Euro geparkt, zu Jahresende soll dieser Betrag nur geringfügig auf 415.000 Euro schrumpfen. Per 1. Jänner stand Zams mit 8,000.600 Euro in der Kreide, bis 31. Dezember soll der Schuldenstand um 753.000 Euro sinken.

Die Redner der Opposition (FPÖ und SPÖ) sprachen von einem Haushalt mit vielen Fragezeichen. Extreme Budgetdisziplin sei nötig, um halbwegs über die Runden zu kommen. (hwe)


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