Knapp 10.000 Corona-Neuninfektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 9.705 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Außerdem wurden 975 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet, wie aus Zahlen des RKI vom Mittwoch hervorgeht. Vor genau einer Woche hatte das RKI 13.198 Neuinfektionen und 982 neue Todesfälle binnen 24 Stunden verzeichnet. Mexiko ließ unterdessen den russischen Impfstoff Sputnik V zu.

Der Höchststand von 1.244 neuen gemeldeten Todesfällen war am 14. Jänner erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3.500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Mittwochfrüh bei 82,9. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie 2.237.790 nachgewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2 in Deutschland (Stand: 03.02., 00.00 Uhr). Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte noch deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 58.956. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 1.973.200 an.

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Der deutschlandweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,85 (Vortag 0,88). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 85 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Mexikos Behörden erteilten unterdessen dem russischen Impfstoff Sputnik V eine Notfallzulassung. Das verkündete der Pandemie-Experte des Gesundheitsministeriums, Hugo López-Gatell. Kurz zuvor hatte das medizinische Fachblatt „The Lancet“ neue Daten russischer Forscher veröffentlicht, nach denen das Vakzin eine Wirksamkeit von 91,6 Prozent hat.

Zuvor hatte es Kritik an fehlenden belastbaren Studien zu Sputnik V gegeben. In Lateinamerika wird das Präparat bereits in Argentinien eingesetzt.

Mexiko hatte zu Weihnachten als erstes Land Lateinamerikas seine Impfkampagne begonnen. Bisher wird ausschließlich das Mittel des Mainzer Unternehmens BioNtech und des US-Konzerns Pfizer gespritzt, das Präparat des Pharmakonzerns AstraZeneca und der Universität Oxford wurde aber inzwischen auch zugelassen. Nachdem Pfizer die Liefermengen reduzierte, sind allerdings erst rund 678.000 Impfdosen in dem nordamerikanischen Land verabreicht worden. Viele der Geimpften bekommen die zweite Spritze nicht im empfohlenen Zeitraum.

Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador besprach vergangene Woche mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin eine Sputnik-V-Bestellung Mexikos - 24 Millionen Dosen sollen nach Regierungsangaben im Laufe der kommenden zwei Monate geliefert werden. Einen Tag zuvor, am 24. Jänner, war bei López Obrador Covid-19 diagnostiziert worden - er ist seitdem in seiner Wohnung im Präsidentenpalast in Mexiko-Stadt isoliert.

Mexiko - mit knapp 130 Millionen Einwohnern auf Platz zehn der bevölkerungsreichsten Länder - hat bisher 159.533 Todesfälle im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie offiziell registriert. Das sind hinter den USA und Brasilien die drittmeisten weltweit. Weil in Mexiko äußerst wenig auf das Virus getestet wird und die Übersterblichkeit sehr hoch ist, dürfte die wahre Zahl allerdings noch weit höher liegen.


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