Gründer-Rekord trotz Corona-Krise

182 Außerferner sprangen 2020 auf den Zug in die Selbstständigkeit auf. Das WK-Team mit Andrea Eisele, Simon Volderauer, Sabine Falger und Bezirksstellenleiter Wolfgang Winkler (v. l.) freut sich über den Zuwachs.
© WK-Reutte

Reutte – Was sich schon zum Halbjahr 2020 andeutete, wurde nun bestätigt. Laut neuester Statistik des Gründerservice der Wirtschaftskammern haben sich Außerferns Gründungswillige von Lockdown und Wirtschaftskrise nicht abschrecken lassen – im Gegenteil. „Es wurden sogar so viele Unternehmen gegründet wie noch nie“, freut sich Christian Strigl, Obmann der Wirtschaftskammer Reutte. Demnach haben im Vorjahr 182 Frauen und Männer (Personenbetreuer inklusive) den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit gewagt. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es 133. Dies entspricht einem Plus von 36,8 %. Die Gründungsintensität auf die Einwohnerzahl bezogen, weist das Außerfern sogar als Region mit dem höchsten Wert (5,5) in Tirol aus. „Es zeigt sich, dass wir im Bezirk motivierte Jung­unternehmer haben, die positiv in die Zukunft blicken“, freut sich Markus Wolf, Vorsitzender der Jungen Wirtschaft im Bezirk.

Der Großteil der Gründer will „sein eigener Chef sein“. „Für rund 69 Prozent ist das Hauptmotiv die Flexibilität in der freien Zeit- und Lebensgestaltung und knapp 64 Prozent wollen die Verantwortung, die sie als Angestellter tragen, ins eigene Unternehmen einbringen“, sagt Wolf. Die meisten Gründungen entfallen auf die Alters­gruppe der 30- bis 40-Jährigen, dicht gefolgt von den 20- bis 30-Jährigen. Dabei haben die Fraue­n mit knapp über 50 % leicht die Nase vorn. Am meisten Neugründungen entfallen auf die Sparte Gewerbe und Handwerk, der zweithöchste Anteil auf den Handel.

Die meisten Gründungen verzeichnete im Bezirksvergleich Lienz (+67 oder 41,3 %). Auch Kitzbühel (+22 oder 7,5 %) und Schwaz (+2 oder 0,65 %) landeten im Plus.

Tirolweit gab es einen Anstieg auf 2948 Gründungen (+2,4 %). (fasi)

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