Mehr Vielfalt am Laufsteg: Klum setzt in „Germany's Next Topmodel" auf Diversity

Weniger Reisen, ungewöhnliche Kandidatinnen: In Heidi Klums Castingshow „Germany‘s Next Topmodel“ soll in der neuen, heute startenden Staffel einiges anders werden. Einige der Teilnehmerinnen entsprechen so gar nicht dem klassischen Model-Typ.

Maria (21, ganz links) ist gehörlos, Sara (20) ist außergewöhnlich blass, Maria-Sophie (19) misst 1,55 Meter und Dascha (20) bezaubert mit Kurven.
© ProSieben/Marc Rehbeck

Berlin – Maria-Sophie, 19 Jahre, aus Konstanz misst 1,55 Meter, Alex, 23 Jahre, aus Köln ist 30 cm größer, Maria (21) aus Flensburg ist gehörlos, Dascha (20) aus Solingen bezaubert mit ihren Kurven und die 20-jährige Sara sticht mit ihrem extrem blassen Teint aus der Masse heraus.

Ab heute geht Heidi Klum wieder auf die Suche nach „Germany’s Next Topmodel“ (20.15 Uhr auf ProSieben). Und dieses Mal ist vieles anders. Nicht nur, dass aufgrund der Corona-Pandemie die Dreharbeiten hauptsächlich in Berlin stattfanden, auch ein großer Teil der Models ist dieses Mal alles außer gewöhnlich.

Mehr Vielfalt, weniger Gleichförmigkeit

„In diesem Jahr habe ich das veraltete Schönheitsideal komplett über den Haufen geworfen und allen Mädchen – ob groß oder klein, jung oder alt – die Chance gegeben, sich bei mir vorzustellen“, kündigte Klum an und stellt gleich zu Beginn der ersten Sendung klar: „Mir war es immer schon wichtig, so unterschiedlichen Mädchen wie möglich die Chance zu geben, ‚Germany’s Next Topmodel‘ zu werden. Aber inzwischen wissen die Zuschauer hoffentlich, dass GNTM nicht blond und blauäugig sein muss. Diversity liegt mir sehr am Herzen.“ Viel wichtiger als die vermeintlich perfekte Model-Optik sind demnach Ausstrahlung und Diversität.

Außergewöhnliche Kandidatinnen

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Maria-Sophie (19) aus Konstanz misst nur 1,55 Meter.

© ProSieben/Rehbeck

Jasmine (21) aus Wien leidet an der Autoimmunerkrankung Lupus.

© ProSieben/Rehbeck

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Was ihr fehle, seien ältere Kandidatinnen, räumt Klum ein. „Ich kann natürlich nur nehmen, was kommt“, sagte sie und ermutigte „auch ältere Frauen“, sich künftig als Kandidatinnen in Betracht zu ziehen.

Eine Kandidatin floh vor dem Krieg aus Syrien und lebt erst seit fünf Jahren in Deutschland. Hier hat sie das Abitur gemacht. „Das ist eine tolle Geschichte und die muss auch erzählt werden“, sagte Klum. „Ihr Deutsch ist besser als meins und ich bin hier geboren.“

„Keine große Rolle" spielt Klums Tochter Leni

Ihre Tochter Leni, die kürzlich auf einem gemeinsamen Titelbild mit ihrer Mutter auf der Vogue zu sehen war, werde in dieser Staffel keine große Rolle spielen, auch wenn sie einmal kurz vor der Kamera zu sehen sein soll. „Eigentlich übernimmt sie gar keine Rolle“, sagte Klum. „Vielleicht irgendwann in ein paar Jahren.“

Heidi Klum (r.) und Tochter Leni Hand in Hand auf dem Weg zum Dreh von GNTM.
© Instagram/HeidiKlum

Leni ist nicht das einzige Mitglied der Klum-Familie, das in diesem Jahr dabei ist: Schwager Bill Kaulitz, „Tokio Hotel“-Sänger und Zwillingsbruder von Klums Ehemann Tom, wird ebenfalls zu sehen sein. Als Gastjuror ist wieder Designer Wolfgang Joop dabei – und Komiker Otto Waalkes (72), der sich bislang eher noch nicht als Mode-Experte hervorgetan hat.

In der ersten Folge laufen die Top 31 ihre erste Modenschau in den Kleidern der Designerin Irene Luft im Berliner Theater am Potsdamer Platz. Dabei wirft nicht nur Heidi Klum ein Auge auf die Nachwuchsmodels, sondern auch der französische Designer Manfred Thierry Mugler.

Jasmine (21) ist für Österreich dabei

Nachwuchs-Model Jasmine (21) aus Wien.
© ProSieben

Für Österreich ins Rennen geht Jasmine (21). Die hübsche junge Frau, die in Passau geboren wurde und in Wien studiert, leidet an der Autoimmunerkrankung Lupus. Auch sie will am Ende die Show gewinnen und auf die Titelseite der Harper’s Bazaar.

„Ich suche nach einem Mädchen, das Star-Appeal hat. Ein Mädchen, das sich wie ein Chamäleon verwandeln kann, aber dabei immer noch authentisch bleibt. Ich möchte die Freude am Job in ihren Augen sehen und selbst dabei verzaubert werden“, sagt Heidi Klum.

Natürlich gebe es noch immer gewisse Vorstellungen im Modegeschäft und die Sehgewohnheiten und Wünsche der Kunden änderten sich auch nicht über Nacht. Aber die Show könne ja mit gutem Beispiel vorangehen, Vorreiter sein und versuchen, etwas zu verändern. Dann kann die Show ja beginnen. Heuer bereits zum 16. Mal. (TT, TT.com, dpa)


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