Polizei erfasste 2020 mehr als 64.500 „Bleifüße“ in Tirol

Trotz der Tatsache, dass im Jahr 2020 Lockdown-bedingt weniger Autos unterwegs waren als sonst, hatte die Polizei alle Hände voll zu tun. 64.560 Geschwindigkeitsdelikte wurden verzeichnet.

Ein Schwerpunkt lag bei mobilen Messungen.
© Böhm Thomas

Innsbruck – Im Lockdown fuhren weniger Autos, die Polizei hatte im „Corona-Jahr“ 2020 zudem viele neue Aufgaben zu bewältigen – die mobile Geschwindigkeitsüberwachung trat daher zurück. Trotzdem wurden in Innsbruck im vergangenen Jahr 64.560 Geschwindigkeitsdelikte verzeichnet. In mehr als der Hälfte der Fälle (33.027) „blitzte“ eine Radarbox. 2019 wurden insgesamt 78.464 „Bleifüße“ ertappt.

Schwerpunkt bei mobilen Messungen

Ein Schwerpunkt lag wieder bei mobilen Messungen entlang sensibler Straßenzüge, etwa im Nahbereich von Schulen, Kindergärten, Altenwohnheimen, Krankenhäusern, Schutzwegen, Bushaltestellen sowie in 30-km/h- bzw. ­50-km/h-Zonen. An 75 Standorten erfolgten 276.668 Messungen, wobei es 16.187-mal (also in 5,8 % der Fälle) zu Übertretungen kam. Der Großteil (70 %) war um bis zu 10 km/h zu schnell unterwegs.

Viele Orte wurden im Vorfeld von Bürgern als Brennpunkte gemeldet. „In einigen Fällen bestätigten sich die Beschwerden, weshalb die Einsätze weiter fortgesetzt wurden, um das Geschwindigkeitsniveau zu senken. An anderen Orten wiederum ließen sich die von den Anrainern gewonnenen Eindrücke durch die objektiven Messungen nicht bestätigen“, heißt es in der Jahresbilanz.

Brennerstraße besonders betroffen

Auffällig: Ein Viertel der gemessenen Verkehrsteilnehmer auf der Brennerstraße war zu schnell unterwegs, gefolgt vom Schusterbergweg (16 %), dem Archenweg (15 %), der Josef-Wilberger-Straße (14 %), der Siebererstraße (14 %), der Luigenstraße (13 %) und der Lanser Straße (jeder Zehnte).

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Das Schwerpunktprojekt wird seit drei Jahren in Kooperation zwischen Landespolizeidirektion, Stadtpolizei und Stadt Innsbruck umgesetzt. Es habe sich bisher ausgezeichnet bewährt. „Innsbrucks Straßen sollen für die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen noch sicherer werden“, sagt Mobilitätsstadträtin Uschi Schwarzl. Markus Widmann, Leiter der Landesverkehrsabteilung der LPD, und Reinhard Moser, Verkehrsreferent des Stadtpolizeikommandos, verweisen zudem auf die stationären und mobilen Messungen auf den Landesstraßen: „Insgesamt ergibt sich so ein sehr hoher Kontrolldruck in Bezug auf die Einhaltung der Geschwindigkeitslimits und damit auch ein Mehr an Verkehrssicherheit.“ (TT)


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