Verwirrung um neue Regeln des Gesundheitsministerium bei PKs

Unklarheiten gab es am Mittwoch um mögliche neue Regeln bei Pressekonferenzen des Gesundheitsministeriums. Zunächst hatte es für eine Pressekonferenz am Donnerstag geheißen, dass daran nur noch Kameraleute teilnehmen dürfen und Redakteure schriftlich ihre Fragen übermitteln sollen. Nach Kritik sprach die Pressesprecherin des Gesundheitsministers von einem „Missverständnis“ und kündigte eine Richtigstellung an. Diese lag am Nachmittag zunächst nicht vor.

In der ursprünglich veröffentlichten OTS - die später entfernt wurde - hieß es für eine am Donnerstag angesetzte Pressekonferenz zur Corona-Situation in Alters- und Pflegeheimen, dass dabei nur noch Kameraleute vor Ort zugelassen sind. Redakteure wurden in der Einladung auf den Facebook-Livestream verwiesen, sie können „ihre Fragen an das Podium unter der E-Mail Adresse kommunikation@sozialministerium.at stellen“, hieß es in der OTS.

Begründet wurde die Maßnahme mit den geltenden Covid-19-Abstands- und Hygieneregeln und den Platzverhältnissen im Pressezentrum. Zum Höhepunkt des ersten harten Lockdowns und während der stark steigenden Corona-Zahlen im Spätherbst konnten Journalisten freilich immer an Medienterminen der verschiedenen Ministerien teilnehmen.

Auf Kritik antwortete Margit Draxl, Pressesprecherin von Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne), dass es sich dabei um ein Missverständnis handle, das selbstverständlich sofort korrigiert werde. Dass Journalisten ausgesperrt werden sollen, stellte sie gegenüber der APA in Abrede.

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Wie es mit dem Termin und der Teilnahme von Redakteuren weitergehen soll, blieb zunächst unklar. Eine Klarstellung ist am Nachmittag noch nicht veröffentlicht worden.

Thema der Pressekonferenz am Donnerstag wären laut Einladung „erfreuliche Trends in Alters- und Pflegeheimen“ bei Covid-19-Infektionen und Impfungen gewesen. Erst kürzlich wurde bekannt, dass die meisten Covid-19-Toten in Österreich in Alters- und Pflegeheimen verzeichnet wurden. 43 Prozent aller Menschen, die seit Ausbruch der Pandemie mit dem SARS-CoV-2-Erreger gestorben sind, waren in Heimen untergebracht. Mehr als 3.200 Heimbewohner starben seit Beginn der Pandemie bis Ende Jänner.


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