Altstadt, Innbrücke, Tram: Innsbruck vor intensiver Baustellensaison

Vom Abschluss der Altstadt-Baustelle über die Sanierung der Innbrücke bis zum Tram-Ausbau Richtung Rum stehen viele wichtige Projekte in Innsbruck an.

Bis zu den großen Ferien im Sommer soll die Großbaustelle in der Altstadt abgeschlossen sein.
© Domanig

Innsbruck – Für die Bürger mögen sie oft belastend sein, für Erhalt und Ausbau der städtischen Infrastruktur sind sie unabdingbar: 55 kleinere und größere öffentliche (Straßen-)Baustellen stehen 2021 im Innsbrucker Stadtgebiet an. Gestern gab die Stadt gemeinsam mit Vertretern der Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB), der Innsbrucker Verkehrsbetriebe (IVB) und der Tigas Einblick in wichtige Vorhaben des ersten Halbjahrs 2021. Ein Auszug:

Altstadt:

Seit 1. Februar läuft die Großbaustelle in der Altstadt weiter. Die IKB sanieren hier ja alle Ver- und Entsorgungsleitungen sowie Hausanschlüsse. Heuer an der Reihe sind der Domplatz (wobei auch die Leitungsverlegungen südlich des Domes gleich mitgemacht werden), die Hofgasse (Durchgang Richtung Rennweg), der südliche Teil der Herzog-Friedrich-Straße sowie Riesen- und Schlossergasse. Laute Schneidearbeiten will man möglichst noch vor der Öffnung des Handels nächste Woche beenden.

Die Entscheidung, das Gesamtprojekt binnen zwölf Monaten abzuwickeln und nicht über mehrere Jahre zu verteilen, habe sich als „gut und richtig“ herausgestellt, betont IKB-Vorstandsvorsitzender Helmuth Müller. Bis zu den Sommerferien soll alles erledigt sein – und die Altstadt damit auf Jahrzehnte „fit“.

Wichtige Leitungsarbeiten:

Im Stadtteil Reichenau (Burghard-Breitner-Straße und Bertha-von-Suttner-Weg) werden von IKB und Tigas heuer Wasser-, Strom- und Fernwärmeleitungen verlegt, u. a. erhält das Campagneareal Anschluss ans Fernwärmenetz. Die Arbeiten starten hier ebenso am 22. Februar wie gemeinsame Verlegungsarbeiten in der Kärntner Straße. Der Ausbau des Fernwärmenetzes und andere Leitungsarbeiten erfolgen auch im Bereich des neuen Gebäudekomplexes „Raiqa“ in der Adamgasse sowie anschließend südlich der Salurner Straße bis zur Michael-Gaismair-Straße, ebenso in der Maximilianstraße oder im Bereich Bachlechner- bis Ampfererstraße.

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Ebenfalls noch im Frühjahr starten Leitungssanierungen am Fürstenweg sowie ein Lückenschluss bei einem wichtigen Kanalprojekt im Bereich Südbahnstraße – beides war 2020 wegen Corona zurückgestellt worden. In Summe haben die IKB heuer knapp 50 Mio. Euro im Budget.

IVB:

Im Zuge des Ausbaus der Tram/Regionalbahn bis zum Endbahnhof Rum führen die IKB ab Mitte Februar die – schon seit eineinhalb Jahren laufenden – Verlegungs- und Erneuerungsarbeiten bei Kanal und Wasserleitungen in Neu-Rum fort.

Im Anschluss, mit Mai/Juni, beginnen die IVB mit den Gleis- und Straßenbauarbeiten ab der Col-di-Lana-Straße Richtung Osten. Dann wird die Serlesstraße abschnittsweise für die künftige Tramlinie umgebaut – bis Ende 2021 ist das bis zur Querstraße Roßschwemme geplant, der restliche Abschnitt bis zur Haller Straße dann 2022. Im Kreuzungsbereich der Haller Straße mit Serles- und Siemensstraße starten die Gleis- und Straßenbauarbeiten schon im April. Die IVB investieren insgesamt nochmals rund 20 Mio. Euro.

Städtische Tiefbauprojekte:

Das spektakulärste Instandhaltungsprojekt in diesem Bereich ist die Generalsanierung der ca. 40 Jahre alten Innbrücke im Herzen von Innsbruck. Sie erhält eine neue Isolierung gegen Feuchtigkeit und neue Fahrbahnbeläge. Die Vorarbeiten laufen ab Juli, Baubeginn ist dann im September (bis Sommer 2022). Die Brücke wird während der Arbeiten halbseitig gesperrt.

Ein großes Vorhaben ist auch die Straßenraumneugestaltung in der Ing.-Etzel-Straße im Zuge des Neubaus der S-Bahn-Haltestelle Messe – mit der Errichtung einer Begegnungszone, der Vergrößerung des Parks und breiteren Gehsteigen.

Im Bereich Radverkehr stehen für Stadt und Land u. a. die Anbindungen Richtung Natters und Aldrans auf der Agenda. In Innsbruck sollen auch bessere Querungsmöglichkeiten für Radfahrer am Südring westlich der Olympiabrücke geschaffen oder die Michael-Gaismair-Straße fürs Radfahren gegen die Einbahn geöffnet werden. (md)


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