Salzburgs Balance zwischen Defensive und Offensive stimmt

Österreichs Fußball-Serienmeister Red Bull Salzburg ist mit drei Zu-Null-Siegen in der Bundesliga ins neue Jahr gestartet. „Die Defensivarbeit war in der Vorbereitung ein großes Thema. Unser Ziel war es, eine entsprechende Balance zwischen Defensive und Offensive zu erarbeiten. Das ist uns in den ersten drei Spielen sehr gut gelungen, daran wollen wir definitiv anschließen“, sagte Verteidiger Albert Valcci am Donnerstag mit Blick auf die nächsten Aufgaben.

Die „Bullen“ bekommen es nun gleich zweimal zu Hause mit der Wiener Austria zu tun, zunächst am Samstag (17.00) im Cup-Viertelfinale und dann am Mittwoch (20.30 Uhr) in der Meisterschaft. Das Doppel gegen die „Veilchen“ ist der Auftakt eines intensiven Monats. „Unser Spielplan im Februar ist ein Wahnsinn, wir spielen jede Woche zweimal“, merkte Valcci an, dass Salzburg neben ÖFB-Cup und Bundesliga auch noch im Sechzehntelfinale der Europa League gegen Villarreal engagiert ist.

Laut dem 25-jährigen Steirer, der nicht nur als Außen-, sondern mitunter als Innenverteidiger eingesetzt wird („Ich bin flexibel und spiele dort, wo mich der Trainer braucht“), sind bei der Analyse der Hinrunde Konzentrationsmängel am Ende von Spielen aufgefallen. „Von da her war uns wichtig, dass wir 90 Minuten (lang) den Fokus nicht verlieren und trotzdem die Balance beibehalten, nicht nur weiterhin nach vorne (...) drauflos spielen und die Ordnung verlieren. Das haben wir in der Vorbereitung oft besprochen und trainiert. (...) Das war definitiv eher ein mentaler Aspekt.“

Jesse Marsch ist mit dieser Entwicklung „sehr zufrieden“. „Wir müssen weiter zu null spielen und gut verteidigen“, forderte der Trainer des Double-Gewinners. „Aber wir dürfen nicht zu zufrieden sein, wir müssen weiter arbeiten.“ Laut Marsch habe man „taktisch“ ein paar Dinge verändert, „damit wir hinten mehr Stabilität haben beim Gegenpressing und defensiven Umschalten.“ Das Verteidigen von Standards sei ebenfalls ein ganz besonderer Aspekt in der Vorbereitung gewesen, die man nach dem intensiven Herbst bestmöglich genutzt habe.

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„Philosophie und Spielstil“ seien aber trotzdem gleich geblieben, „aber wir arbeiten jetzt viel mit taktischen Dingen gegen den Ball und auch Mentalität gegen den Ball“. Schon im Training merke man, „dass unsere Leidenschaft für Zu-Null-Spiele jetzt eine ganz andere als vorher ist“, verriet der 47-jährige US-Amerikaner, der den Leistungssprung von Antoine Bernede hervorhob. „Wir haben viele gute Sechser in dieser Mannschaft, aber Toni ist besser und besser geworden jetzt und auch ein sehr wichtiger Spieler für uns“, sprach Marsch von einem „Luxusproblem“ im zentralen Mittelfeld.

Carlos Coronel trainiert derzeit nicht mit den „Bullen“. Der brasilianische Tormann dürfte die Mozartstadt verlassen, wie Marsch am Donnerstag anklingen ließ, ohne aber Details zu verraten: „Wir versuchen eine gute Transfersituation für Carlos (zu schaffen), wahrscheinlich ins Ausland, wahrscheinlich zu einer super Mannschaft in einem super Land.“


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