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Kritik an Konzept für Elfer/Schlick: Gegner orten „Mogelpackung“

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In die Schlick 2000 in Fulpmes sollen Skifahrer zukünftig auch von Neustift aus gelangen – so der Plan von Touristikern.
© TVB Stubai

Von Denise Daum

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Neustift – Die Pläne der Stubaier Touristiker, die beiden Hausberge Elfer und Schlick zusammenwachsen zu lassen, lösen unmittelbaren Widerstand aus. Für die Projektgegner rund um den Neustifter Michael Stern, den Bergführer Robert Span und den ehemaligen Minister Karlheinz Töchterle aus Telfes ist das vorgelegte Konzept eine „Mogelpackung“.

Wie die TT berichtete, will der TVB Stubai gemeinsam mit den Elferbahnen 16 Millionen Euro am Elfer investieren – unter anderem in eine Verlängerung der Gondel- sowie der Rodelbahn. Daran geknüpft ist allerdings die Realisierung der lange geplanten Seilbahnanbindung von Neustift in die Schlick (rund 19 Mio.). Die neue Talstation im Ortsteil Neder soll dann mittels E-Bus-System mit der Elfer-Talstation verbunden werden.

Diesen Plan bezeichnet Robert Span als realitätsfremd. „Skifahrer aus der Schlick haben kein Interesse daran, mit der Gondel nach Neustift hinunterzufahren und dort in einen Bus zu steigen, um auf den Elfer zu wechseln.“

Karlheinz Töchterle erklärt, dass die Argumente gegen ein Seilbahnprojekt in die Schlick weiterhin bestehen: Zum einen nehme die Verkehrsbelastung in Neustift deutlich zu. Zum anderen vertrage die Schlick keine Erhöhung der Zubringerkapazität, da das Gebiet schon jetzt ausgelastet sei. Das wesentlichste Argument ist für Töchterle aber die Natur- und Landschaftszerstörung. „Großer Schaden für wenig Nutzen. Denn der Zugewinn an Pistenflächen ist gering“, resümiert Töchterle. Investitionen am Elfer seien indes zu begrüßen.

Die Grünen wundern sich indes, dass die Stubaier Touristiker ihre Schwerpunkte wieder ausschließlich auf neue Seilbahnprojekte legen wollen. „Im naturnahen Stubaier Tourismus sind eigentlich viele Zukunftsaufgaben noch nicht erledigt. Warum ist der Radweg noch nicht weitergekommen? Im Tal ist nichts fertig und die Anbindung an Innsbruck und ans Wipptal fehlt auch noch“, sagt der grüne Klubobmann Gebi Mair. Gleichzeitig verweist er darauf, dass „das Ruhegebiet Stubaier Alpen und Kalkkögel unantastbar bleibt“. Hinsichtlich der hohen Kosten für die neue Bahn stellt Mair klar, „dass mit einer finanziellen Unterstützung seitens des Landes nicht zu rechnen ist“.


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