Projekttag der HAK Lienz: „Junge Leute wollen Dinge umsetzen“

In einer Online-Konferenz haben sich 74 Lienzer Schüler mit Experten beraten, um gemeinsam Themen für ihre Abschlussarbeiten zu entwickeln.

In der ersten Online-Konferenz zum Thema Nachhaltigkeit haben sich 74 Lienzer Schüler mit internationalen Experten beraten.
© HAK Lienz

Lienz – Neue Wege auf der Suche nach Themen für Diplomarbeiten ihrer Schüler beschreitet die Handelsakademie Lienz. 74 Schüler fanden sich kürzlich online zusammen, um sich gemeinsam mit Experten zum Thema Nachhaltigkeit auszutauschen. Für die Schule hat die Lehrerin Birgit Hippacher diesen Tag organisiert. Begleitet und moderiert wurde die virtuelle Auftaktversammlung von Markus Hormeß, einem professionellen Design-Thinker aus Nürnberg, der ebenso zugeschaltet war wie Helga Mayr (Pädagogische Hochschule Tirol) und Anna Oberrauch (Universität Innsbruck). Hormeß veranstaltet solche Online-Meetings zur Ideenfindung zum Beispiel auch mit Automobil- oder Gesundheitskonzernen.

„Unsere Schule setzt schon einige Jahre lang einen Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit“, berichtet Hippacher. „Spannend war zu beobachten, wie begeistert die Schüler in diesem Online-Jam Ideen dazu gesammelt haben. Aus dem Verfassen ihrer Abschluss­arbeiten sollen nicht nur die Schüler selbst ihre Lehren ziehen – noch mehr wünschen wir uns dadurch Impulse für unsere Lebenswelt“, meint die Pädagogin. „Schule, Familie, Freunde, Vereine, Gemeinden – wo und wie können wir Nachhaltigkeit konkret umsetzen?“ Im eigenen Schulhaus könnte man auf Plastik vielfach verzichten, meinten die Schüler etwa. Einsparungspotenzial sehen sie auch bei der Beleuchtung. In einem Monat sollen die Schüler ihre Arbeitsthemen vorlegen.

„Die jungen Leute wollen Dinge umsetzen, nicht nur ankündigen oder besprechen“, sagt Hippacher. Am Projekttag seien demnach schon etliche Vorschläge gemacht worden. Das Besondere an einer solchen „Jam“-Veranstaltung sei, dass die Schüler sich mit Experten austauschen könnten, aber ganz ohne den Zwang, dass dabei etwas Konkretes herauskommen muss. „Es geht auch darum, miteinander Spaß zu haben, etwas spielerisch zu entwickeln. Obwohl wir so viele Teilnehmer waren und nach acht Stunden die Anstrengung spürten, war der Tag ein voller Erfolg“, berichtet die Organisatorin. Das Beispiel könnte in Tirol Schule machen. Andere Bildungseinrichtungen möchten bald ähnliche Online-Konferenzen veranstalten.

Für Ergebnisse sei es in Lienz noch zu früh, meint ­Hippacher. „Doch Nachhaltigkeit geht uns alle an. Junge Menschen bringen den nötigen Schwung für die Umsetzung ihrer Ideen mit.“ (bcp)

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