Plus

Gebühren für Fitnesscenter im Lockdown: „Nicht die Schuld der Kunden“

Ein Fitnesscenter buchte während des Lockdowns weiterhin Mitgliedsbeiträge ab und berief sich dabei auf Klauseln im Anmeldeformular. Zu Unrecht, sagen Konsumentenschützer.

Online-Angebote sind kein gleichwertiger Ersatz für die Trainingsmöglichkeiten bei geöffneten Fitnesscentern und kein Grund, weiterhin eine Mitgliedsgebühr einzuheben.
© iStock

Von Michaela S. Paulmichl

Innsbruck – Schon während des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres waren die Beträge weiter abgebucht worden, berichtet ein Innsbrucker. Der Betreiber des Fitnessstudios hatte sich dabei auf die Allgemeinen Geschäftsbedingungen im Anmeldeformular berufen, wo zu lesen ist: „Bei vorübergehender Schließung wegen höherer Gewalt, Reparaturen und dgl. erfolgt keine Erstattung oder Kürzung des Mitgliedsbeitrages.“ Der Kunde aber kennt sich aus und wusste sich zu wehren: „Nach meiner Rechtsmeinung ist das gesetzwidrig und unwirksam. Ich habe dieser Vorgangsweise deshalb durch einen Widerruf der Abbuchungsermächtigung einen Riegel vorgeschoben.“ Viele andere Mitglieder, die ihre Rechte nicht kennen, wurden aber weiter abkassiert.


Kommentieren


Schlagworte