Skispringerin Kramer Hinzenbach-Vierte - Podestserie riss

Die Podest-Serie von Skispringerin Marita Kramer ist gerissen. Die 19-jährige Salzburgerin landete am Freitag in Hinzenbach auf Platz vier und damit just im Heimspringen erstmals in diesem Winter nicht auf dem Podest. Die dreifache Saisonsiegerin behielt die Führung im Gesamtweltcup. Der Sieg im ersten von drei Bewerben in Oberösterreich ging an die Slowenin Nika Kriznar, die sich bei ihrem ersten Weltcup-Erfolg 0,8 Punkte vor ihrer Landsfrau Ema Klinec durchsetzte.

Drei Punkte fehlten Kramer auf die drittplatzierte Norwegerin Eirin Maria Kvandal und damit auf ihren fünften Stockerlplatz im fünften Einzelbewerb. Mit Daniela Iraschko-Stolz (6.) und Lisa Eder (8.) landeten zwei weitere ÖSV-Springerinnen in den Top Ten. Vorjahressiegerin Chiara Hölzl (13.) wollte auf dem Weg zurück zur Spitze einen Schritt nach vorne gemacht haben. Sophie Sorschag wurde 20., die 16-jährige Julia Mühlbacher sammelte als 24. erstmals Weltcup-Punkte.

Am Samstag und Sonntag stehen im Eferdinger Becken noch zwei weitere Konkurrenzen auf dem Programm. Kramer darf sich Hoffnungen auf eine Abreise im Gelben Trikot machen. Sie liegt im Gesamtweltcup 119 Punkte vor Kriznar. Zwei starke Konkurrentinnen machten am Freitag keine Punkte: Zum einen die Japanerin Sara Takanashi, die nach dem weitesten Sprung im ersten Durchgang wegen eines nicht regelkonformen Anzugs im 150. Weltcup-Einsatz disqualifiziert wurde. Zum anderen Maren Lundby. Die frühere Seriensiegerin fand laut ORF-Informationen als einzige Norwegerin keinen Ersatz für ihre auf der Anreise gestrandeten Sprungskier.

Auf wenn Kramer laut eigenem Bekunden in dieser Saison nicht an den Gesamtweltcup denkt, meinte sie: „Ich bin Erste. Ich nehme alles mit, was geht.“ Für einen „Risikosprung“ wurde die Halbzeit-Dritte freitags nicht belohnt. „Ich wollte viel und dann ist es genau in die andere Richtung gegangen.“ Der Lerneffekt auf der kleinen HS-90-Schanze war da. „Ich muss hier mehr auf Reserve fahren. Ich will rausspringen, aber man muss sich hier zurückhalten.“

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Die 18 Jahre ältere Iraschko-Stolz war mit Rang sechs während einer Experimentierphase mit der Hocke nicht unglücklich. „Ich muss Top Ten springen, sonst muss ich daheim putzen“, flachste die Athletin, die sich seit dem Aufkommen dieser Wette „wie eine Klette“ in den Top Ten festgekrallt haben will.


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